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Marbach ist ein kulturelles Juwel - Zukunft stärken durch Masterplan PD 1/2020
Marbach ist ein kulturelles Juwel - Zukunft stärken durch Masterplan

Marbach/Stuttgart.
Minister Peter Hauk MdL: „Marbach ist ein kulturelles Juwel inmitten des heutigen UNESCO-Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Deshalb wollen wir das Gestüt für die Zukunft weiter stärken. Das Land investiert – vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags – einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in das Landesgestüt Marbach. In einer Presserklärung vom 17. Dezember 2019 des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz heißt es:

Jährlich kommen 500.000 Besucher nach Marbach
„Marbach ist mit seiner 500-jährigen Pferdezucht und Gestütsgeschichte ein kulturelles Juwel inmitten des heutigen UNESCO-Biosphärengebiets Schwäbische Alb und trägt durch eine extensive Grünlandnutzung zur Erhaltung der artenreichen Grünlandflächen bei, die für das Biosphärengebiet wichtige Landschaftsbestandteile darstellen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Dienstag (17. Dezember 2019) anlässlich der geplanten Investitionen ins Landesgestüt in Marbach. „Entsprechend der Naturschutzstrategie des Landes sind landeseigene Flächen vorbildlich zu bewirtschaften. Durch die jahrhundertelange Beweidung der Flächen mit Pferden ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit besonderer Flora und Fauna und großer Biodiversität entstanden. Durch die Heunutzung werden artenreiche Wiesen im Biosphären-gebiet Schwäbische Alb gefördert. Mit den teilweise historischen Gebäuden, der landschaftlich reizvollen Umgebung und den wunderschönen Pferden ist Marbach für jährlich ca. 500.000 Besucher ein attraktives Ausflugsziel für Jung und Alt. Neben dem Gestüt würden durch die geplanten Investitionen auch die Wirtschaftsbeteiligten auf der Schwäbischen Alb von diesem einzigartigen Tourismus- und Veranstaltungsstandort profitieren“, so der Minister.

Gestüt für die Zukunft weiter stärken
„Deshalb wollen wir das Gestüt für die Zukunft weiter stärken. Der Tierschutz, der Arbeitsschutz und die Arbeitswirtschaft sind bei der gegebenen und ausdrücklich gewollten Verwendung der historischen Gebäude für die Tierhaltung und die landwirtschaftliche Nutzung an aktuelle und künftige Anforderungen anzupassen. Darüber hinaus soll der Ausbau Marbachs als Veranstal-tungsort für pferdesportliche und pferdezüchterische Veranstaltungen zielorientiert weiterverfolgt werden. Hierfür sind vorhandene Einrichtungen teilweise zu sanieren und ergänzende Einrich-tungen zu schaffen, um unter anderem den öffentlichen Besucherverkehr und die Wege der Reiter und der Fahrer zu entflechten sowie tiergerechte Übungs- und Turniereinrichtungen zu schaffen“, sagte Peter Hauk.

Schrittweise Etatisierung ab Doppelhaushalt 2023/24 ins Auge gefasst
Auf Grundlage des Masterplans 2018 ergebe sich für die inhaltliche und bauliche Weiterent-wicklung ein Investitionsbetrag in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags. „Die Um-setzung der noch im Detail zu planenden baulichen Maßnahmen ist in Bauabschnitten vorgesehen. Diese sollen für eine mögliche schrittweise Etatisierung frühestens ab dem Doppelhaushalt 2023/24 vorbereitet werden“, sagte der Minister. Dem Haushalt muss der Landtag noch zustimmen.

Hintergrundinformationen
Die Geschichte des Haupt- und Landgestüts im Gomadinger Ortsteil Marbach (Kreis Reutlingen) lässt sich 500 Jahre zurückverfolgen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1514, aber vermutlich haben es die Herrscher des Hauses Württemberg schon deutlich früher gegründet. Damit ist es das älteste deutsche Staatsgestüt. Nach Angaben des Landes zieht es jährlich rund 500. 000 Besucher an, ist damit eines der wichtigsten Tourismus-Magnete auf der Schwäbischen Alb. Berühmt ist das Gestüt für seine Zucht, Dressur und für den Pferdesport. Besondere Bedeutung haben Vollblutaraber, Warmblüter, Englische Vollblüter und Schwarzwälder Kaltblüter.