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Anke Simon: Beste Berufsreiterin Süddeutschlands 2018 PD 9/2018
Anke Simon: Beste Berufsreiterin Süddeutschlands 2018

Bad Rappenau/Aspach/Zeutern/Herbertingen.
Sie kam, sah und siegte: Anke Simon aus Bad Rappenau wurde beim Festival des Dressurpferdes im Haupt- und Landgestüt Marbach Mitte August 2018 beste Berufsreiterin Süddeutschlands. Sportlich war die 32-jährige vom Stall Staff-Reitzenstein in Bad Rappenau eigentlich schon immer - als Jugendliche im Leistungsturnen. Bis sie zu groß wurde und ihre Freundin sie zunächst mit zum Voltigieren nahm. Sowohl ihre Eltern als auch ihre damalige Reitlehrerin Gabriele Priel erkannten ihr Talent und die Leidenschaft, die sie im Umgang mit den Pferden an den Tag legte. Anke Simon war schon früh klar, dass der Pferdesport mehr als nur ein Hobby sein sollte. Bei einem Eignungstest für die Berufsausbildung zum Pferdewirt in Langenfeld wurde sie von Karl-Heinz Streng aus Mosbach entdeckt. Ihre Ausbildung begann sie schließlich bei Helmut Hartmann, Friedrichshafen, ehemaliger Leiter der Marbacher Ausbildung. Zunächst konzentrierte sich die junge Berufsreiterin auf das Springen und errang Erfolge bis Klasse M. Im zweiten Lehrjahr wurde dann Horst Eulich, Sulzbachtal, Ausbilder von zahlreichen Dressurprofis, auf die ehrgeizige Reiterin aufmerksam und nahm sie unter seine Fittiche. Im Anschluss an die Ausbildung verfeinerte Anke Simon ihre Dressurreiterei bei Familie Kasselmann in Hagen. Letztlich blieb sie sieben Jahre in Hagen. Über verschiedene Stationen führte sie ihr Weg wieder nach Baden-Württemberg, nach Bad Rappenau in den Stall Staff-Reizenstein, wo sie seit zwei Jahren als Pferdewirtschaftsmeisterin angestellt ist. Ihr aktuelles Erfolgspferd ist der 16-jährige und 1,86 Meter große Hannoveraner Wallach Twenty Four, der trotz seiner Größe enorm fein zu reiten ist. „Er ist das beste Pferd, das man sich wünschen kann, um Erfahrungen in der schweren Klasse zu sammeln“, lobt sie ihren „Twenty“. Trotzdem schrammte sie in den letzten Jahren in der schweren Klasse immer knapp an der goldenen Schleife vorbei. Bis zum Marbacher Wochenende. Gleich dreimal siegte sie: einmal in Klasse S* und zweimal in Klasse S**. Neben dem Erfolg als beste Berufsreiterin Süddeutschlands 2018 ist Anke Simon damit dem Goldenen Reitabzeichen ein gutes Stück näher gekommen.

Beim Finale in Marbach in Klasse S** mussten die drei Besten auch die Pferde ihrer Konkurrenten reiten. Qualifiziert hatten sich neben Anke Simon Renate Gohr-Bimmel aus Aspach und Pieter van der Raadt aus Zeutern. Dabei zeigte sich der 16-jährige Hannoveraner Wallach Twenty Four von Anke Simon als Routinier und konnte bestes Pferd der Prüfung werden. Weitaus weniger Erfahrung brachte der zehnjährige Trakehner Univers von Renate Gohr-Bimmel mit. Als schwierigstes Pferd erwies sich der 13-jährige Sandro Hit-Sohn San Disco, das Pferd von Pieter van der Raadt. Anke Simon lotste den 13-jährigen Württemberger dennoch souverän durch die Prüfung und konnte sich so den Titel der Süddeutschen Berufsreiterchampionesse 2018 sichern. Silber ging an Pieter van der Raadt, Dritte wurde Renate Gohr-Bimmel.

Young Shik Hwang siegt im Grand Prix
Internationales Flair war in der Marbacher Arena zu spüren, als der Südkoreaner und amtierende baden-württembergische Landesmeister Young Shik Hwang vom RFV Herbertingen mit Destino ins Dressurviereck ritt. Mit viel Feingefühl und Geschick lieferte er eine souveräne Runde ab mit über 70 Prozent im Grand Prix de Dressage, der zweitschwersten internationalen Dressurprüfung.
PD/stb