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Gelb – Rot - Feldverweis für grobes Foul PD 3/2010
Gelb – Rot - Feldverweis für grobes Foul

Warendorf (fn-press).
„Fairer Pferdesport“ lautet das erklärte Ziel der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Pferdesport-Dachverband in den letzten Monaten zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Neu sind zum Beispiel gelbe und rote Karten, mit denen der Richter Teilnehmer bei unsportlichem Verhalten verwarnen und von der Prüfung ausschließen kann. Damit sind Anstand und Benehmen gemeint sowie das korrekte Reiten im Training, auf dem Vorbereitungsplatz beim Turnier und während des Wettbewerbs. Mit der Änderung in der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) hat die FN ein deutliches Zeichen gegen regelwidriges Reiten und unsportliches Verhalten gesetzt.

Der „Reit-Schiri“ (Turnierrichter) auf dem Vorbereitungsplatz ist künftig optisch besser kenntlich zu machen, damit auch jeder Teilnehmer weiß, wer eigentlich auf dem Abreiteplatz für die Aufsicht zuständig ist. Noch deutlicher als bisher ist der Richter aufgefordert, bei Verstößen einzuschreiten. Kenntlich gemacht wird dies wie im Fußball oder Handball mittels Karten. Wird dem Reiter eine gelbe Karte gezeigt, ist das mit einer Rüge gleichzusetzen. Die rote Karte bedeutet den Ausschluss für die betreffende Prüfung und das Reiter-Pferd-Paar. Selbstverständlich gilt diese Regelung auch für den Voltigiersport und das Fahren. Gegen eine gelbe oder rote Karte hat der Turnierteilnehmer keine Einspruchsmöglichkeit. Eine Signalwirkung haben die Karten auch deshalb, weil die verwarnten oder ausgeschlossenen Teilnehmer künftig am „Schwarzen Brett“ während des Turniers veröffentlicht und der zuständigen Landeskommission gemeldet werden.