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FN-Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln verabschiedet PD 3/2010
FN-Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln verabschiedet

Hannover (fn-press).
Am 28. April 2010 treten die neuen Regeln der FN-Anti-Doping- und Medikamentenkontrolle in Kraft. Die „FN-Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln“ (ADMR) definieren die Nachweis- und Untersuchungsverfahren, die Art der Verstöße und die Art möglicher Sanktionen. „Vieles davon stand schon immer in der LPO, war aber an verschiedenen Stellen verankert. Jetzt sind alle Regeln auf zwölf Seiten zusammengefasst und ergänzt“, erklärt FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. So wurden die bisherigen Listen I und II mit den im Wettkampf verbotenen Substanzen und Methoden im neuen Regelwerk um zahlreiche Beispiele angereichert. „Hier steht also nicht mehr nur, dass ‚Narkotika’ verboten sind, sondern auch eine Liste mit entsprechenden Substanzen“, sagt Lauterbach.

Ganz neu ist die Liste III mit den „im Training verbotenen Substanzen und Methoden“. Galt bisher die sogenannte Null-Lösung nur im Wettkampf, sind ab Ende April rund 70 Substanzen generell auch im Training verboten. „Wir gehen hier national erst einmal maßvoll heran. International ist diese Verbotsliste weitaus umfangreicher. Allerdings werden wir die Einhaltung unserer Liste auch kontrollieren“, sagte Lauterbach. Für den Sommer kündigt der Generalsekretär die ersten Trainingskontrollen für Kadermitglieder an, auch wenn das Verbot für alle gilt.

500.000 Euro pro Jahr für Anti-Doping-Kampf
Die ADMR sind ein zentraler Bestandteil eines Clean-Sport-Maßnahmenpaketes, das das FN-Präsidium schon am 2. September 2009 beschlossen hatte. In Hannover entschied der Beirat kürzlich auch über dessen Finanzierung, die mit rund 500.000 Euro pro Jahr veranschlagt wird. Im ersten Jahr übernimmt die FN die Anschubfinanzierung in voller Höhe. Ab 2011 tritt eine Gebührenerhöhung in Kraft. Dadurch verteuert sich unter anderem im kommenden Jahr die Jahresturnierlizenz für Topreiter, also diejenigen mit Leistungsklasse eins, um 120 Euro pro Jahr, für Reiter der Leistungsklassen vier bis sechs um 1,50 Euro. Für Reiter bis 18 Jahre der unteren Leistungsklassen bleibt alles beim Alten. Ein Teil der höheren Einnahmen wird an die Landespferdesportverbände gehen, die damit ihrerseits Clean-Sport-Maßnahmen ergreifen können.

Die kompletten FN-Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln sind im Internet unter www.pferd-aktuell.de (Pferdesport A-Z, Stichwort „Doping“) nachzulesen.


Link: www.pferd-aktuell.de