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Immer wieder sind Tierschänder unterwegs – eine Plage ohne Gegenmittel PD 10/2009
Immer wieder sind Tierschänder unterwegs – eine Plage ohne Gegenmittel

Kressbronn.
In der Nacht von Sonntag, 20. September, auf Montag, 21. September 2009, wurde in Kressbronn/Bodensee wieder einmal eine Stute Opfer eines Tierschänders. Laut Polizeibericht wurde der Stute ein tiefer Schnitt im Genitalbereich zugefügt. Offenbar konnte der Täter die Stallungen problemlos betreten, die unmittelbar an einer Straße stehen. Der hinzugezogene Tierarzt ließ das Pferd in einer Tierklinik behandeln.

Für den Pferdesportverband Baden-Württemberg e.V. sind derartige Übergriffe immer ein Trauma. Trotz regelmäßiger Aufrufe, Warnungen und Tipps sind Pferdebesitzer offensichtlich immer noch viel zu sorglos und kaum darauf eingerichtet, ihre Stallungen besser zu schützen, vor allem, wenn diese bisher recht leicht zu erreichen sind. Letzte Sicherheiten gibt es freilich nicht, wie überall im Leben, aber man muss potentiellen Tätern den Zugriff auf Pferde nicht gerade noch einladend leicht machen.

Hinreichend bekannt ist, dass Tierquäler ihre Opfer und Stallungen in der Regel zunächst ausspähen, um die Schwachstellen eines Pferdestalles auszumachen. Hier müssen die Stallbesitzer einfach mehr Vorsorge treffen. Es gibt für viele Stallungen einfache und kostengünstige Schutzmaßnahmen, deren Vielfalt sich durch die Beratung der Polizeifachleute leicht erschließen lassen. Oft genügen handwerklich einfach zu bewerkstelligende Ver-besserungen an Toren, Fenstern und Türen, ohne das Stallklima für die Pferde gravierend zu verändern. Hier müssen die Pferdebesitzer bzw. Stallinhaber dringend mehr tun!
Martin Stellberger