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Hendrik von Duisburg bekommt das Goldene Reiterabzeichen PD 6/2001
WAIBLINGEN. Dressurreiten, das ist die Stärke von Hendrik von Duisburg. Zusammen mit seinem Pferd Fresco hat er ein Ziel erreicht, das viele Jahre stetiger Entwicklung verlangt. Elfmal gewann der junge Waiblinger Reiter, er ist gerade 21 Jahre alt, Dressurwettbewerbe der schweren Klasse. Von Zaisenhausen über Mannheim und Waiblingen, von Nußloch über Bietigheim nach Radolfzell reihen sich seine Turnier-Siege. Zehn hat er mit Fresco erritten, neun allein im Jahr 2000. Nur den ersten S-Sieg von 1998 in Mannheim, den verdankt er seinem Pferd Dinckenburgh. Die Nußlocher Pferdesporttage (1.-4. Juni 2001) geben den feierlichen Rahmen für die Verleihung des Goldenen Reiterabzeichens.

Hendrik von Duisburg leistete nach dem Abitur Wehrdienst und studiert seit 2000 in Tübingen Jura. Er will Wirtschaftsjurist werden. Neben der Reiterei betrieb er Schwimmen und Judo auf Vereins- und Kreisebene und kann schon hier zahlreiche Siege vorweisen. Auch sonst ist er "vielseitig interessiert". Wie er dem PRESSE-DIENST gegenüber schon recht abgeklärt sagte, möchte er "Wissen auf möglichst vielen Gebieten erwerben, um die Vielseitigkeit des Lebens entsprechend genießen und würdigen zu können." Arbeitet der junge Mann einmal nicht mit Pferden, interessiert er sich für Physik, Astronomie und für Reisen. Er liebt Musik und bevorzugt dabei barocke Flötenkonzerte.

Die ersten Versuche im Sattel unternahm Hendrik von Duisburg als Siebenjähriger auf den Schulpferden des Reitvereins Waiblingen. Dem Verein steht er heute als Sport-hart im Ehrenamt zur Verfügung. Die Eltern, der Zahnarzt Dr. Alexander von Duisburg und Christiane von Duisburg, geborene Freiin von Angern, erkannten bald das Talent ihres Sohnes und förderten ihn nach Kräften. Der junge Reiter indes gibt sich als nervenstarker, cooler Typ, der über seine Schwäche genau Bescheid weiß: "Um meine angeborene Bequemlichkeit zu überwinden, brauche ich ein Ziel!" Die Ziele gehen ihm dabei vor allem in der Dressurreiterei nicht aus. Dazu gehört auch der Traum einmal ein junges Pferd bis zum Grand Prix auszubilden. Dabei lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn der Partner Pferd einmal nicht recht mitmachen will. Zudem hat der junge Reiter die Gabe, "blitzschnell die Prüfungsaufgaben auswendig zu lernen". Bei soviel Positivem - gibt es da auch "negative" Seiten der Reiterei? Ja! Hendrik von Duisburg empfindet einen "Horror" vor dem Einzopfen, wie das turnier-gerechte Herrichten der Mähne seiner Pferde genannt wird. Wer das wohl für ihn macht?

Indes sammelt Hendrik von Duisburg neben seinen S-Siegen auch so manchen Erfolg als hoffnungsvoller Nachwuchsreiter im Landeskader: 1996 und 1998 wurde er bei der Landesmeisterschaft der Junioren in Schutterwald Dritter und vertrat die Landesfarben 1998 bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Salzwedel mit einem elften Platz. 1999 gewann der Junge Reiter die Silbermedaille der Landesmeisterschaft in Schutterwald. Seit einigen Jahren gehört er dem Landeskader an. Begleitet haben den jungen Mann auf seinem reiterlichen Weg auch namhafte Reitlehrer. Dazu gehören der Waiblinger Vereinsreitlehrer S. Schneider, Christoph Niemann aus Sinsheim und Horst Eulich, Böblingen. Wichtig waren für ihn auch die Lehrgänge beim ehemaligen Landestrainer, dem Germersheimer Rechtsanwalt und Dressurspezialisten Dr. Dietrich Plewa. Martin Stellberger