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FN und Turnierveranstalter: Schulterschluss im Kampf gegen Doping PD 04/2009
FN und Turnierveranstalter: Schulterschluss im Kampf gegen Doping

Warendorf (fn-press).
Die führenden deutschen Turnierveranstalter und die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gehen im Schulterschluss weiter gegen Doping im Pferdesport vor. Bei der gemeinsamen Sitzung in Warendorf bekräftigten die Vertreter der Top-Turnierveranstalter den Entschluss, die bereits nach den Olympischen Spielen eingeleiteten Maßnahmen für einen „sauberen“ Pferdesport fortzusetzen. „Ich freue mich, dass die Veranstalter und der Verband den gemeinsamen Weg weitergehen. Nur so haben wir eine echte Chance im Kampf gegen Doping im Pferdesport“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

So werden die Veranstalter bei ihren Turnieren an der erhöhten Anzahl von Dopingproben festhalten. Dies betrifft nicht nur die Probenentnahme bei den drei erstplatzierten Pferden in Springprüfungen, bei denen es Punkte für die Weltrangliste zu gewinnen gibt, sondern auch ergänzend stichprobenartige Dopingproben in den anderen Pferdesportdisziplinen. Darüber hinaus setzen die Veranstalter weiter eine erhöhte Anzahl an Stewards ein und führen zusätzliche Pferdekontrollen bei ihren Turnieren durch. „Diese Maßnahmen greifen solange, bis die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) weitere Regelungen gegen Doping beschlossen und in ihrem Regelwerk verankert hat“, so Lauterbach. „Derzeit gibt es national und international verschiedene Arbeitsgruppen, die sich mit den entscheidenden Themen wie Medikation, Überarbeitung des Rechtssystems oder auch Stewarding befassen“, erklärte der FN-Generalsekretär und ergänzte: „Hier wollen wir als deutscher Verband federführend sein.“ Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat nach den Olympischen Spielen nicht nur vier Arbeitsgruppen zu den Bereichen Medikation und Manipulationskontrollen, Stewarding und Kontrollmaßnahmen, Parcoursaufbau sowie Rechtskommission ins Leben gerufen, sondern führt zudem mit der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA), welche die maßgebliche Instanz für die Dopingbekämpfung in Deutschland ist, Gespräche über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. „Fest steht, dass wir mit der NADA zusammenarbeiten wollen. Ergebnisoffen ist noch die Art der Zusammenarbeit“, sagte Lauterbach.