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Günter Treiber reitet künftig mit Gold am Revers PD 05/2001
HEIDELBERG. Auf dem Hegenichhof bei Heidelberg wird es Mitte Mai ein kleines Fest geben. Anlass? Günter Treiber, selbständiger Pferdewirtschaftsmeister auf der Reit-Anlage Hegenichhof, wird mit dem Goldenen Reiterabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ausgezeichnet. Wie der Sportsmann und Ausbilder zu dieser Ehrung kommt? Durch sportlich herausragende Leistungen. Mindestens zehn Siege in Klasse S muss ein Pferdesportler vorweisen können, um das "Goldene" als Markierung auf seinem erfolgreichen Weg zu bekommen. Bis zu diesem Ziel ist ein langer Atem notwendig. Bevor ein Reiter "Klasse S" reiten darf, hat er schon eine ganze Menge kleiner Turniere besucht, zahllose Prüfungen geritten und so manche herbe Enttäuschung und manchen unverhofften Sieg unter "Erfahrung" abgehakt. Inzwischen hat Günter Treiber 14 S-Siege in der Tasche. Alles zusammen in nur drei Jahren.

Günter Treibers Liebe zu den Pferden kommt nicht von ungefähr. Seine Eltern haben ihm diese Liebe weitergegeben. Die Mutter, Brigitte Treiber, ist Pferdewirtschaftsmeisterin wie der Sohn; Vater Oskar, er verstarb Mitte des letzten Jahres, war Landwirt und viele Jahre passionierter Springreiter. Kein Wunder, dass Günter Treiber, der seit 1995 den elterlichen Betrieb leitet, fast eher reiten als laufen konnte. Mit sechs Jahren saß er "richtig auf dem Pferd" und begann mit dem Reiten. Der Reitverein Eppelheim war bald seine sportliche Heimat. Und wenn die aktuelle Maul- und Klauenseuche dem Reitsport keine weiteren Striche durch den Parcours zieht, dann wird das Turnier in Eppelheim (11.-13. Mai 2001) den passenden Rahmen für die Verleihung des begehrten Goldenen Reiterabzeichens abgeben. Die Erfolgsserie für das "Goldene" begann 1998 mit Linus, mit dem Treiber in Schwetzingen sein erstes S-Springen gewann. Siebenmal war er mit Futur erfolgreich. Aber auch mit anderen Pferden fand er den richtigen Weg zum Erfolg und gehört nun zu den bekannten Reitern der Turnierszene rund um Heidelberg.

Günter Treiber, gerade 26 Jahre jung geworden und noch ledig, hat neben seinen Eltern hervorragende Lehrer genossen. Geprägt haben ihn besonders Reitmeister Karl-Heinz Streng aus Mosbach, der als Landestrainer der Springreiter tätig ist und sich ebenso am Erfolg seines einstigen Schülers freuen kann wie der Profireiter Peter Weinberg aus Herzogenrath. Heute kommen Günter Treiber die Jahre bei seinen Lehrmeistern zugute, denn der Hegenichhof ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb für Reiten und Pferdezucht. Zahlreiche Privatpferde stehen hier in Pension. Das gibt eine Menge Arbeit für einen jungen Mann, der gerade am Anfang einer viel versprechenden Karriere steht. Dass er sein Handwerk beherrscht, beweist die Stensbeck-Plakette in Bronze, die ihm 1994 in Warendorf wegen seines guten Abschneidens in der Berufsausbildung verliehen wurde.
Martin Stellberger