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Jürgen Mayer trägt künftig Gold am Revers PD 7/08
Jürgen Mayer trägt künftig Gold am Revers

Amtzell.
Oberschwabens Reiter machen sich einen Namen. Immer mehr junge Leute qualifizieren sich im Reitsport (vergl. PRESSEDIENST Juni 2008), so dass die Deutsche Reiterliche Vereinigung diese Anstrengungen auch würdigen kann. Jürgen Mayer aus Amtzell gehört seit neuestem zur Riege der „Goldträger“. Er hat in den letzten Jahren so viele Siege errungen, dass er jetzt in Aach Mitte Juni beim internationalen Turnier am Bodensee das Goldene Reiterabzeichen bekam. Diese Auszeichnung ist einmalig im Leben eines Pferdesportlers. Man wird ja nur einmal damit ausgezeichnet, freilich nach besten Leistungen. Zehn Siege in Klasse S sind gefordert, darunter mindestens ein Sieg im Springen Klasse S mit zwei Sternen (S**). Mayer hat bereits mehr als das Minimum auf dem Konto, in Wiener Neustadt und Bad Fischau in Österreich errang er Siege in Klasse S** und sogar einen in Klasse S***. Vierzehn Siege stehen auf seinem Konto, dazu kommen 23 Platzierungen auf Rang zwei und drei. Dabei kann Jürgen Mayer sich ganz auf seine drei Spitzenpferde Parker, Zseni und Roncador verlassen. Die beiden erstgenannten Pferde sind „einsame Spitze“. Mit ihnen war der 28-jährige Reiter aus Oberschwaben bisher hoch erfolgreich.

Zur Zeit lebt Jürgen Mayer, der nach der Hauptschule in Amtzell KFZ-Mechaniker wurde, in Ungarn und ist dort selbständiger Bereiter und Ausbilder mit eigenem Stall. Schon früh, mit sechs Jahren, begann er zu Hause mit dem Reiten und hatte gute Voraussetzungen durch seine Eltern Sigrid und Wilfried Mayer, denen in Amtzell eine Landwirtschaft gehört. Seinen Vater nennt er dankbar als Förderer und Ausbilder. Der Reiter, gefragt nach Stärken und Schwächen, sagt von sich, dass er konsequent aber auch einfühlsam sei. Dazu kommt Zielstrebigkeit. An sich selbst bemängelt er, dass er manchmal zu zurückhaltend sei. Seinen Heimatverein, den Reitverein Amtzell, hält er indes auch im Ausland hoch. Dennoch lebt und reitet Jürgen Mayer seit 2001 in Ungarn, „da ich hier mehr Zukunft im Sport für mich sehe“, erklärte er.

Fragt man Jürgen Mayer nach bedeutenden Erfolgen, so kann man eigentlich nur staunen, was der Reiter vorzuweisen hat: Sieg im Nationenpreis in Kiskunhalas, einen zweiten Platz im Weltcupspringen in Budapest, Siege in schweren Springen bei den CSI-Turnieren in Mosonmagyarovar, Prag, Wiener Neustadt, Maria Wörth, Klagenfurt, Bad Fischau und vielen anderen Städten Ungarns und Österreichs. An seinen ersten Nationenpreis als Junger Reiter 1998 in Wiener Neustadt erinnert sich Jürgen Mayer besonders gerne. Als großes Ziel beschreibt der Amtzeller den Durchbruch auf internationaler Ebene, um noch weiter voran zu kommen. Doch zunächst einmal stand ein fröhliches Fest in Aach auf der Agenda: hier erhielt Jürgen Mayer das Goldene Reiterabzeichen und das Publikum spendete ihm bestimmt den verdienten Applaus.
Martin Stellberger