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Christian Abel feiert 60. Geburtstag PD 03/2008
Christian Abel feiert 60. Geburtstag – 25 Jahre Geschäftsführer im Lande

Kornwestheim/Tamm.
Die Diskussion im Reitvereinsvorstand von Großneuhaus über das kommende Turnier ist rege und umfassend. Die Ausschreibung soll attraktiver werden, interessante Reiter sollen kommen. Am Ende stehen Fragen, zu denen es keine schlüssige Antwort gibt. Letzter Ausweg: „Frag nach bei Christian Abel!“ Im Reitverein Kleinheubach wird die Idee geboren: „Wir möchten zum ersten Mal einen Reitertag durchführen!“ Auch hier laufen die Vorbereitungen gut an, doch man hat noch keine Erfahrung mit den vielen Einzelheiten. Was bleibt? „Frag nach bei Christian Abel!“ Es gibt in Baden-Württemberg wohl keinen Menschen, der in der Reiterei so häufig um Rat und Auskunft gebeten wird: Christian Abel ist seit 25 Jahren Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg und in gleicher Funktion für die Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen tätig. Wenn sich einer im Lande mit den Einzelheiten des Turnier- und Freizeitsports in all seinen Facetten auskennt, wenn einer die Sorgen und Nöte der kleinen und großen Reitvereine kennt, dann ist das Christian Abel, der in Tamm wohnt und in Kornwestheim die Reiter-Geschäftsstelle leitet.

Sucht ein Journalist über den PRESSEDIENST einen Ansprechpartner zu so speziellen Fragen wie der Entwicklung des Pferdesports im Lande, dann kann die Antwort nur heißen: „Frag nach bei Christian Abel!“ Hautnah und sicher oft genug auch „nervennah“ erlebt Christian Abel alles, was sich rund ums Pferd im Lande abspielt. Er hat sich eine Kompetenz erworben, die unschätzbar geworden ist. Höhen und Tiefen kennt er zur Genüge, glättet, wo die Wellen hochschlagen, ist ein Fels in der Brandung, wenn niemand mehr einen Ausweg weiß. Er freut sich, wenn der Laden gut läuft und sein Rat in den Vereinen ankommt. Christian Abel kennt sich aus, weiß wo er eingreifen kann und muss, wenn es irgendwo „klemmt“. Die Reiter und die Vereinsleute vertrauen ihm. In 840 Vereinen sind das über 105.000 Mitglieder!

Wer so viel zu tun hat, wer so tief drinsteckt in den Details, der müsste sich eigentlich als „Übermensch“ fühlen. Christian Abel kann das gar nicht. Er ist von einer gleichbleibenden Offenheit für alle Fragen und Sorgen, seine Sachlichkeit ist wohltuend und er verliert eigentlich niemals seine Contenance. Er kann zuhören, er vertritt aber auch konsequent seine Meinung und Anweisungen, wo das nötig ist. Diskussionen müssen sein, manchmal muss auch gekämpft werden. Christian Abel scheut sich nicht, seinen Standpunkt zu vertreten, wenn es hart auf hart geht. Doch an die große Glocke hängt er das nicht. Sein Einfluss ist groß, sehr groß, er nutzt ihn nie spektakulär, schon gar nicht macht er ihn absichtlich öffentlich sichtbar. Diese Eitelkeit kennt man bei ihm nicht. Was geklärt werden muss, muss auch dort bleiben können, wo darüber gesprochen wurde. Das alles hat ihm allergrößten Respekt eingebracht. Bei aller Verbandsarbeit, die sich ja meistenteils im Büro in Kornwestheim in der Murrstraße 1 abspielt, ist Christian Abel ein Pferdemann durch und durch. Verlässlichkeit heißt für ihn auch, nicht nur den Menschen in den Vereinen zu dienen, sondern auch dem Pferd als Sport- und Freizeitpartner - dieser abhängigen Kreatur fühlt er sich zutiefst verpflichtet.

Christian Abel ist ein echter Pferdemann, der von Kindesbeinen an mit Pferden zu tun hatte. Der gebürtige Nordbadener, er stammt aus Weinheim, lernte im Reitverein Heddesheim sich im Sattel zu halten, später ritt er auch im benachbarten Viernheim. Seine Reiterkarriere führte ihn über viele Turniere und Erfolge auch auf den legendären Mannheimer Maimarkt, wo er schon 1964 startete. Aus jenen Jahren sind ihm viele der später berühmten Reiter bekannt, vertraut. Dass er eines Tages selbst für die Geschicke des Mannheimer Turniers mitverantwortlich sein würde, ahnte er in jenen Jahren sicher nicht, auch nicht, dass er manchem seiner Reiterkameraden später als Verantwortlicher Schranken aufzeigen musste, wenn diese die Spielregeln verletzten. Dem Maimarkt blieb Christian Abel bis 2006 treu. Lange Jahre arbeitete er ebenso intensiv für das Stuttgarter German Masters, dessen Team er vor Jahresfrist verließ. In Donaueschingen gehört er bis heute zum Kreis der „Arbeitspferde“, die den Karren ziehen.

Als Abel mit dem Turniersport aufhörte, hörte er eigentlich nicht auf. Er wechselte lediglich den Sitzplatz. Abel vertauschte den Sattel mit dem Richterstuhl und bewertet seither die Leistungen der Reiter in der Dressur und im Springsport. Auch mit dem Reiten an sich hat er nicht aufgehört. Ohne die Unmittelbarkeit der Pferde könnte er nicht leben. Christian Abel hat schon in seinen frühen Jahren beruflich das Pferd als Mittelpunkt ausgesucht. Aus einem landwirtschaftlich geprägten Elternhaus stammend, studierte er in Hohenheim Agrarwissenschaften und ist zugleich gelernter Pferdewirtschaftsmeister. Man kann ihm also auch hier kein X für ein U vormachen. Sein beruflicher Werdegang führte ihn vor rund 30 Jahren zur Deutschen Reiterlichen Vereinigung nach Warendorf, wo er eine Ausbildung genoss, die ihm die Grundlagen mitgab, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg zu werden. Dieser Beruf hat ihn so eingenommen, ja seine Familie derart geprägt, dass sich seine beiden Kinder ebenfalls im Pferdesport bewegen und an verantwortlicher Stelle bewähren. Tobias Abel sieht man auf Turnieren die „technischen Strippen mittels Computer“ der Meldestelle und des Richterturms ziehen, Miriam Abel verdient ihre Brötchen bei den Westernreitern der EWU. Und Ehefrau Marlies Abel? Auch sie kennt sich in den Bedürfnissen des Pferdesportbetriebes auf Turnieren und Meldestellen aus und ist so mit ihrem Mann ebenfalls dicht am Geschehen rund ums Pferd.

Kränze winden lassen – für sich? Das ist nicht Christian Abels Sache. Dennoch - zum 60. Geburtstag am 6. März sei es erlaubt. Alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen wünscht deshalb auch die Redaktion des PRESSEDIENTES, die in Christian Abel seit siebzehn Jahren einen fairen und stets aufgeschlossenen Partner hat. Danke sagt deshalb auch Martin Stellberger