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Michael Freund. Ein Leben für den Fahrsport PD 12/2006
Michael Freund. Ein Leben für den Fahrsport

Warendorf.
Wer im Pferdesport den Namen Michael Freund hört, weiß sofort: Das ist doch der Vierspänner-Fahrer mit den größten und zahlreichsten Erfolgen. Der ist der beste der Fahrer! Michael Freund ist nicht nur Deutscher Rekordmeister der Vierspänner mit einem Dutzend Titel. Freund gewann quasi im Dauerabonnement das Weltcupfinale. Grandios ist seine Serie beim Stuttgarter Turnier German Masters. Seit der Einführung des Fahrsport-Anteils in Stuttgart – was er maßgeblich beeinflusst hatte – ist er bis heute ungeschlagen. Zwölfmal – zum letzten Male im November 2006 – gewann Freund diese tollen Wettbewerbe. Sein Gespür für den Wettkampf, sein Gespür für das Publikum, brachte ihm nicht nur den Titel „Mr. Fahrsport“ ein, viel wichtiger, Freund ist der Publikumsliebling mit Dauerplatz im Herzen der Stuttgarter. Es wird ihm nämlich honoriert, dass Freund nicht nur um des Siegens willen fährt.

Freunds Ziel war es immer, das Fahren den Zuschauern als tollen Wettkampfsport zu vermitteln. Das ist mit ein Grund, warum er wohl künftig auch weiterhin um Rat gefragt werden wird. Einer, der diese Freund’schen Eigenschaften gut kennt, ist der als Turniersprecher bekannte Christian Graf Plettenberg: „Freund ist die wichtigste Person der letzten Jahrzehnte im Fahrsport. Ihm ist es zu verdanken, dass die Vierspänner so populär geworden sind. Dies gilt ganz besonders für die Hallenwettbewerbe, in denen er unglaubliche sportliche Leistungen zeigte. Ein ganz großer Sportler, der kämpfen kann und dabei fair bleibt. Dazu ist er eine vorbildliche Persönlichkeit, ein Star, der nie seine Bodenhaftung verloren hat.“

Michael Freund verabschiedete sich in Aachen 2006 mit dem Titel des Mannschafts-Weltmeisters sowie mit seinem zwölften Sieg in Stuttgart aus dem internationalen Fahrsport. Dieser Abschied, die Laufbahn, die Verdienste Michael Freunds im modernen Fahrsport waren Gründe genug für Rudolf Temporini und Franz Steindl, der eine als Autor und Fachmann für den Fahrsport, der andere als Fotograf, Freunds sportlichen Weg nachzuzeichnen. Sie beschreiben Freunds Leben von den Kindheitserinnerungen in einer seit Generationen im Fahrsport verwurzelten Familie bis hin zu seinen weltmeisterlichen Erfolgen und Zukunftsvisionen. Die Autoren beschreiben Freunds Vorstellungen vom Training mit den Pferden. Gleichzeitig vermittelt das Buch einen Blick hinter die Kulissen des internationalen Fahrsportes. Die Autoren zeichnen ein lebendiges Bild von Freunds Persönlichkeit mit ihren sportlichen Facetten und seinem sozialen Engagement, das zum Beispiel die Fischerhöfe in Donaueschingen genießen. Er ist Schirmherr dieser Einrichtung für behinderte Kinder.

Das Buch „Michael Freund – Ein Leben für den Fahrsport“ ist erschienen im FN-Verlag (ISBN 3-88542-487-8), umfasst 200 Seiten und kostet 22.80 €. Das Buch zeichnet sich nicht nur durch sach- und fachkundige Texte aus, sondern ist illustriert mit herausragenden Fotos. Das Besondere des Buches: Die Autoren schrieben nicht nur auf, was Michael Freund „so alles erlebt und erreicht hat“ und wie sie ihn selbst sehen. Vielmehr steckt viel Hintergrund in dem Buch. Deshalb ist es auch so faszinierend zu lesen, was sportliche Wegbegleiter über den Fahrer sagen. Zitate und Interviews bereichern diese Biographie Freunds ganz besonders. So sagte der frühere Weltcup-Direktor Max Ammann über Freund: „Ich habe ihn kennen gelernt als guten Kerl, dessen Leichtigkeit mich immer sehr beeindruckt hat. Trotz aller Erfolge ist er bodenständig geblieben. Er ist der „Mister Fahrsport“! Das Vorwort von Bundestrainer Ewald Meier aus dem baden-württembergischen Meißenheim ist außerdem lesenswert. Es zeugt von Respekt, Fairness und Freundschaft. Durch die Vielfalt und die Kompetenz der „Zeitzeugen“, ihre Meinung über Freund und dessen Bedeutung im Fahrsport wird das Buch mehr als nur eine Biographie.

Autor Rudolf Temporini aus Lindenfels ist Rechtsanwalt und Fachjournalist zahlreicher Pferdefachzeitschriften sowie Fachbuchautor. Gleichzeitig ist er Pferdewirtschaftsmeister, Inhaber des Goldenen Fahrabzeichens, Trainer A Fahren, Richter und Parcourschef bis zur höchsten Klasse. Auch er war lange Zeit Mitglied des Bundeskaders der Vier- und Zweispänner und kennt das Metier Freunds gut. Der gebürtige Wiener Fotograf Franz Steindl lebt seit über 40 Jahren in Aachen. Er ist von Beruf Diplomingenieur und hat die Fotografie zu seinem zweiten Beruf gemacht. Er ist als Journalist und Fotoreporter im Motorsport/Formel-1 und im Pferdesport unterwegs. Er ist bei allen großen Turnieren in Europa mit seiner Kamera dabei und veröffentlichte weltweit in mehr als 100 Medien. Fn-Verlag/stb