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Reitmeistertitel: Auszeichnung für Martin Plewa PD 12/2006
Reitmeistertitel: Auszeichnung für Martin Plewa

Warendorf (fn-press).
Martin Plewa hat zwar seinen Lebensmittelpunkt in Warendorf, aber er ist mit Baden-Württemberg sehr verbunden. Einerseits, weil sein Bruder Dr. Dietrich Plewa, Germersheim, als Dressurfachmann im Lande wichtige Aufgaben wahrnahm und wahrnimmt, andererseits, weil Martin Plewa oft als Lehrgangsleiter für Vielseitigkeitsreiter und als Gastredner in den Süden kommt. Im Rahmen der Feier zur Verleihung der Stensbeck- und Graf von Lehndorff-Plakette in Warendorf wurde Martin Plewa kürzlich der Titel des Reitmeisters verliehen. Plewa ist Leiter der Westfälischen Reit- und Fahrschule und war zuvor viele Jahre Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter. Der Titel Reitmeister sei „eine außergewöhnliche Ehrung für eine außergewöhnliche Persönlichkeit“, sagte Thies Kaspareit, Warendorf, Leiter der Deutschen Akademie des Pferdes über den Geehrten. Vorgenommen wurde die Auszeichnung von Horst Ense aus Kerpen und Dr. Bernd Springorum, Herdecke, die Mitglieder des Präsidiums der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sind.

Der aus Verden stammende Martin Plewa wurde reiterlich von seinem Vater Wilhelm Plewa geprägt und war schon als Junior bei Deutschen Meisterschaften in allen Disziplinen hoch erfolgreich. Seine größten internationalen Erfolge als Vielseitigkeitsreiter feierte er mit dem sechsten Platz bei den Europameisterschaften 1973 in Kiew und der Mannschaftsbronzemedaille bei den Weltmeisterschaften in Burghley 1974. Zu seinen Ausbildern zählten unter anderem Hans-Heinrich Brinkmann, Paul Stecken, Erich Philipp und Max Habel. Plewas bekannteste Pferde waren die beiden Trakehner Hengste Tümmler und Habicht sowie Clippie und Little Lion. 1980 verschrieb sich Plewa, der nach seinem Abitur und Studium zunächst Lehrer wurde, ganz der Reiterei. Er absolvierte die Berufsreitlehrer-Prüfung mit Auszeichnung und übernahm 1984 das Amt des Leitenden Bundestrainers Vielseitigkeit. Seinen größten Triumph als Trainer erlebte Martin Plewa 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul, wo die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft die Goldmedaille errang. Schon während seiner Zeit als Bundestrainer machte er sich einen Namen als Autor von Fachbüchern und Lehrfilmen, als Mitglied im Prüfungsausschuss für Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister sowie im Ausschuss Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Sein Ziel, den Reitsport insgesamt mitzugestalten, setzte er auch fort, als er im Jahre 2001 die Leitung der Westfälischen Reit- und Fahrschule übernahm. „Dein Perfektionismus ist gleichzeitig Deine größte Stärke und Deine größte Schwäche“, sagte Laudator Thies Kaspareit: „Du gibst und verlangst immer mehr als hundert Prozent, das gehört einfach zu Dir.“ Die Teilnehmer der Feier gratulierten Reitmeister Plewa mit großem Applaus. „Mein Dank gilt allen, die mich auf meinem Weg begleitet und zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin“, sagte Plewa in seinem Dankeswort für die Auszeichnung. „Es ist für mich eine Verpflichtung, in ihrem Sinne weiter zu verfahren.“