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ANDREAS PLATZDASCH IST EIN GLÜCKLICHER PFERDEMANN PD 10/2005
ANDREAS PLATZDASCH IST EIN GLÜCKLICHER PFERDEMANN

SCHÖNAICH.
„In den vielen Jahren meiner Reiterei habe ich das Vertrauen meiner Pferdebesitzer, Sponsoren und Reiter sowie der Pferde genossen, dafür bin ich besonders dankbar!“ Wer das von sich sagen kann, muss ein glücklicher Pferdemann sein. Andreas Platzdasch ist glücklich und lebt mit seinem Sport im Einklang. Von seinem Zuhause, der Reitanlage in Schönaich, spricht er mit Hochachtung: „Hier kann ich seit Anfang 2002 meinen Beruf und Sport unter optimalsten Bedingungen ausüben.“ Das hören die Eigentümerfamilie Hahn und Lehrmeister Horst Eulich besonders gerne. Denn zehn Jahre war Platzdasch hier in Schönaich bei Eulich tätig. Heute ist er stolz, dass er Horst Eulichs Nachfolge antreten durfte. Bis es soweit war, sammelte Andreas Platzdasch Erfahrung, legte 1996 in Warendorf seine Prüfung als Pferdewirtschaftsmeister ab und leitete danach fünf Jahre die Ausbildung von Reitern und Pferden in einem Ausbildungs- und Pensionsstall im Raum Stuttgart. Ein weiteres Jahr sammelte er Erfahrung als Ausbilder und Betriebsleiter bei Burkhard Wahler am weltbekannten Klosterhof Medingen, einem Zentrum für Trakehner mit Hengststation.

Rein sportlich gesehen hat der in Frankfurt am Main geborene Andreas Platzdasch alle Trümpfe in der Hand. Sein reiterliches Können wird nämlich jetzt mit dem Goldenen Reiterabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gewürdigt. Das „Goldene“ ist nicht irgendein Abzeichen, das man sich durch Lehrgänge erwerben kann. Das Goldene Reiterabzeichen wird ausdrücklich „verliehen“ für Leistungen von höchster Qualität im Pferdesport. Andreas Platzdasch kann diese Erfol-ge nachweisen, denn er hat die Voraussetzungen erfüllt und mindestens zehn Siege in Klasse S in der Dressur errungen. Das ist in dieser Disziplin ungleich schwerer im Vergleich zum Springreiten, weil es eben nicht so viele Dressurturniere mit S-Niveau gibt. Deshalb dauert es auch oft lange, bis ein Reiter das Goldene Reiterabzeichen am Rock tragen kann.

Andreas Platzdasch begann seine Erfolgssammlung in Klasse S 1997 mit zwei Siegen in Nellingen, eine Woche danach folgte Nummer drei in Tübingen mit Wegas. Dieses Pferd legte den Grundstein für eine schöne Serie. Ein Jahr später gelang ein Sieg in Stuttgart-Möhringen. Der letzte „Wegas-Sieg“ liegt indes schon fünf Jahre zurück. In Offenburg siegte das Paar zum letzten Mal in S. Dann traten die Nachfolger an: Hohenstein und Don Tamanjo. 2001 siegte Platzdasch mit Hohenstein gleich zweimal in Pietzpuhl, einmal davon in einem St.-Georg-Wettbewerb. In Mühlengeez gewann das Paar gar eine Kür. Mit Don Tamanjo kamen die Siege neun und zehn dazu, einmal in Kandern, einmal in Kleinheubach. Dass in all den Jahren eine ganze Reihe vorderer Platzierungen dazu kamen, darf man nicht unter den Tisch kehren. Die gehören mit zur Erfolgsbilanz des Schönaicher Reiters.

Der Werdegang Andreas Platzdaschs zum selbständigen Pferdewirtschaftsmeister begann nach der Fachhochschulreife am Abendgymnasium in Frankfurt. Der junge Reiter hatte sich trotz schulisch erfolgreicher Laufbahn schon früh entschieden, sich ganz dem Pferdesport zu widmen. Darin bestärkten ihn offenbar auch seine Eltern Axel Platzdasch und Dagmar Deininger, die beide Pferdeleute waren und sind. Besonders der Vater hatte den Reitsport seines Sohnes seit 1979 gefördert. Die Freude daran bestimmt Andreas Platzdaschs Leben noch heute: „Ich wünsche mir, meinen Beruf noch lange mit der gleichen Freude bei guter Gesundheit ausüben zu können.“ Ausgleich zum Pferdesport sind Fußball und Literatur. Lesen führt bekanntlich nicht nur zu neuen Erkenntnissen sondern hilft mit, die Seele baumeln zu lassen.

Andreas Platzdasch bezeichnet sich als ehrgeizig, zielstrebig und geduldig. Solche Eigenschaften sind wichtig im Umgang mit Pferden. Denn wer sich mit jungen Pferden Zeit lässt, gewinnt nicht nur ihr Vertrauen, steigert nicht nur ihre Arbeitsfreude sondern legt eine solide Grundlage für die Zukunft eines Turnierpferdes. Platzdaschs Ziele für die Zukunft sind hoch gesteckt, aber sie zeigen eine sympathische Bescheidenheit in der Art, wie er sie formuliert: Kurzfristig will er seine Nachwuchspferde erfolgreich im Sport etablieren, mittelfristig möchte er noch einmal ein Pferd auf Grand-Prix-Niveau ausbilden. „Auf lange Sicht möchte ich mein jetziges Niveau als Ausbilder von Pferden und Reitern halten und weiter entwickeln.“ Nun wird seine sportliche Einstellung belohnt mit dem Goldenen Reiterabzeichen. Das wird ihm beim Turnier in Böblingen (7.-9. Oktober) verliehen. Herzlichen Glückwunsch! Martin Stellberger

Kontakt: Andreas Platzdasch Tel: 07031-651371 oder