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SPRINGREITER ALEXANDER SCHILL ERHIELT ZWEIMAL GOLD PD 08/2005
SPRINGREITER ALEXANDER SCHILL ERHIELT ZWEIMAL GOLD

KEHL/SCHUTTERWALD.
Die Kulisse für die Landesmeisterschaft 2005, das Reitgelände von Schutterwald, war zum großen Turnier Mitte Juli einmalig: sonnendurchflutet, zuschauerfreundlich und idyllisch gelegen. In einer solchen Atmosphäre lässt sich gut feiern. Anlass gab es genug, zum Beispiel die Ehrung als frisch gebackener Landesmeister der Jungen Reiter 2005. Diesen Titel trägt jetzt Alexander Schill aus Kehl. Dazu kam gleich noch eine besonders wertvolle Auszeichnung: Ihm wurde das Goldene Reiterabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung verliehen. Diese einmalige Ehre kann man nicht auf Lehrgängen erwerben, wenngleich viele Lehrgänge, Disziplin und Wille zur Fortbildung die Grundlage schaffen, überhaupt so weit zu kommen, dass das „Goldene“ spruchreif wird. Mindestens zehn Siege in Klasse S sind die Voraussetzung dafür.

Der Springreiter Alexander Schill hat in der laufenden Saison allein fünf Siege in der schweren Klasse erritten, zwei in Tübingen, einen beim Heimatverein in Ichenheim und einen in Brakel-Sudheimerhof und in Schutterwald. Seit 2002 ist der junge Mann, der im Wintersemester mit seinem Studium im Wirtschaftsingenieurwesen beginnen will, auf Erfolgskurs. Sein erstes S-Springen gewann er, und das ist besonders bemerkenswert, in Wales in Großbritannien! Hier durfte er den ersten Nationenpreis reiten. Und das heißt etwas, wenn man dafür eingeladen wird! Es sollte nicht beim Sieg in Wales bleiben: Alexander Schill durfte im gleichen Jahr im holländischen Valkenswaard starten und siegen, 2004 war er in Italien beim Turnier in Arezzo erfolgreich. Seine Siegpferde hier im Ausland heißen Cassanova AR, Ladermie und Nolita. Ladermie ist sein bestes Pferd im Stall, denn mit ihm sammelte er die meisten Erfolge der letzten vier Jahre. Unzählige hervorragende Platzierungen stehen zudem auf dem Konto des Reiters.

Auf seiner Homepage erzählt Alexander Schill, dass er mit Pferden und dem Springsport aufge-wachsen ist. Schon als kleiner Junge, er ist 1984 geboren, war er begeistert dabei, wenn seine Eltern Reinhard und Barbara Schill als erfolgreiche Springreiter starteten. Mit seinem Reitpony Rubin bestritt Alexander Schill mit sechs Jahren sein erstes Turnier. Bis zu seinem 16. Lebensjahr ritt er im nationalen und internationalen Ponysport. Dreimal durfte er an den Deutschen Meister-schaften der Ponyreiter teilnehmen, er war Sieger mit der Mannschaft beim Süddeutschen Pony Championat, dreimal gewann er dieses Championat in der Einzelwertung, er startete sogar in Hamburg im Rahmen des Hamburger Derbys im sogenannten Pony-Derbyparcours und erzielte den sechsten Platz. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Doch eines Tages kam der unvermeidliche altersbedingte Umstieg auf die Großpferde. Seit 2002 ist er rund 40 mal in der schweren Klasse platziert worden, dazu zählen natürlich alle seine Siege in Klasse S. Die Erfolge in der „Jugend“ lassen sich ebenfalls sehen: Er gewann in der Gold Zack-Serie den Cup der Jugend, siegte beim Top Ten Cup der Jugend und war auch Baden-Württembergischer Meister der Junioren sowie Sechster der Deutschen Meisterschaft der Junioren. Nach seiner Fachhochschulreife und einem Teil seines Grundwehrdienstes 2003 in Dillingen/Donau kam auch Alexander Schill zur Sportfördergruppe der Bundeswehr nach Warendorf. In diese Zeit fällt auch seine Ausbildung zum Trainer „C“. Großen Anteil an der reiterlichen Ausbildung Alexander Schills haben neben den Eltern vor allem die Ausbilder Thomas Kohler und während seiner Zeit bei der Bundeswehr Manfred Kötter. Dass die Erfolgskurve des jungen Südbadeners auch weiterhin steil aufwärts geht, dafür will der zielstrebige Reiter schon sorgen. Einen ersten Schritt dazu hat Alexander Schill bereits in Schutterwald gemacht: Neben dem Goldenen Reiterabzeichen trug er nämlich auch die Meisterschärpe 2005: Er gewann den begehrten Meistertitel bei den Jungen Reitern. Herzlichen Glückwunsch! Martin Stellberger