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Paul Stöffler wird 80 Jahre alt PD 8/1995
UNTERGRUPPENBACH. Für sehr viele Reiterinnen und Reiter ist Paul Stöffler aus Untergruppenbach ein Begriff. Als Reitlehrer zum Beispiel. Unter Paul Stöffler zu reiten, ist nicht nur ein Erlebnis, "es bringt uns vorwärts", so sagen viele, die ihn kennen. Dieser Reit-hehrer hat einen sehr guten Namen im Lande. Was viele sicher nicht wissen, vielleicht auf Grund seines hohen Alters aber ahnen: der Jubilar ist ein Reitersmann von altem Schrot und Korn, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat - beim Militär, wie viele seines Jahrganges. Erst in zweiter Linie gibt Stöffler auf die Frage nach seinem Beruf an, dass er Baufachmann ist, zuletzt als Direktor bei Wolfer und Goebel in Wernau. Zuerst verweist er auf seine militärische Herkunft. Im Kavallerie Regiment 18 war er aktiver Offizier und begleitete den Rang eines Rittmeisters. Hier, beim Militär, hat er alle Disziplinen des Reitsports erlernt und vertieft. Hier hat er sich die Sporen im wahrsten Sinne des Wortes verdient. Was er gelernt hat, das gab er weiter. Zum Beispiel bis 1990 als Landestrainer der Dressurreiter. Früher, vor der Gründung des Landesverbandes, war er schon Trainer für Württemberg. Die Reitersleute kennen ihn auch als Turnierleiter, als Richter und Parcourschef. Wichtig für ihn war sein Einsatz als Parcourschef beim internationalen Turnier von Ludwigsburg.

Paul Stöffler legt Wert auf die solide Ausbildung der Jugend. Deshalb hat er sich als Trainer vielen Junioren und Jungen Reitern zur Verfügung gestellt. Aber auch Reitlehrer hat er fortgebildet. So blickt er auf rund 30 junge Leute zurück, die er zu Landesmeisterschaften, zur Deutschen Meisterschaft und sogar zur Europameisterschaft geführt hat. Seine Arbeit wurde ihm auch gedankt. Nicht nur von seinen Schülern, auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat den Jubilar geehrt. Paul Stöffler erhielt in seiner Trainerlaufbahn das Reiterkreuz in Bronze, Silber und Gold.

Fragt man den sehr rüstigen Jubilar nach seinem Lieblingsspruch, dann sagt er, wie zur Bestätigung seines Lebensinhaltes: "Reiten sollte man können!" Darin liegt auch ein Stück Werbung für den Sport, quasi als Empfehlung für die Menschen, Träume erfüllen zu können.
PD/stb