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Hermann Kraut wird 75 PD 11/1994
HEIDELBERG. Am 18. Oktober feiert Hermann Krauth aus Heidelberg seinen 75. Geburtstag. Liest man seine schwungvoll geschriebenen Angaben zur "Vita", fällt auf, dass er zur "alten Garde" der Reitersleute gehört, die ihre Sporen noch als aktive Soldaten erworben haben. Beim Reiter-Regiment 6 in Darmstadt und im Heeresrennstall zu Posen leistete Hermann Krauth Dienst. Folgerichtig tauchen als seine prägenden Ausbilder Namen wie Oberstleutnant Jobst und Oberst Willke auf. 1945 wurde er als Schwadronschef im Range eines Oberleutnants aus dem Wehrdienst entlassen. Sportlich gesehen hatte der Jubilar in jungen Jahren Erfolge in der Dressur und im Springen bis Klasse M. In Mackensen, einem Oldenburger, hatte er sein bestes Pferd im Stall, das er zudem selbst gezogen hatte.

Hermann Krauth, der von Beruf Landwirt ist, ist auch ein Mann der ersten Stunden in der Reiterszene des Landes nach dem Krieg. Bereits 1949 engagierte er sich nicht nur als Reitlehrer. Gleichzeitig übernahm er verantwortungsbewusst Vorstandsaufgaben. Über 15 Jahre war er 2. Vorsitzender des Reiterbundes Nordbaden. Von 1958 bis 1989 war er Vorsitzender des Reiterrings Badische Pfalz. Mitglied der Landeskommission wurde er 1960. Daneben betrieb er in der eigenen Reitanlage auf dem Grenzhof 6 in Heidelberg sehr intensiv die Ausbildung der Reiter bis Klasse S. Seine Qualifikation und Passion brachte der gebürtige Heidelberger schon seit 1958 als Turnierrichter bis Klasse S ein. Selbstredend, dass er zahllose Lehrgänge durchführte.

Selbstverständlich ist auch, dass Hermann Krauth seine Liebe zum Pferd an seine beiden Söhne weitergab. Einer von ihnen, Heinrich Krauth, hat diese Liebe sogar beruflich umgesetzt. Er ist Führer der berittenen Polizei in Mannheim, für die er im letzten Jahr in Krefeld Europameister der Polizeireiter wurde. (s. PRESSEDIENST 9/93). Hermann Krauth wurden indes zahlreiche hohe Auszeichnungen zuteil, die sein ausdauerndes und erfolgreiches Engagement für den Reitsport unterstreichen. So trägt er das Reiterkreuz in Bronze und Silber, 1984 erhielt er die Landesehrennadel, im gleichen Jahr das Goldene Ehrenzeichen des Landesverbandes. Das Goldene Ehrenzeichen des Reiterbundes Nordbaden wurde ihm bereits 1975 zuteil. Als seine wohl höchste Auszeichnung gilt das Bundesverdienstkreuz, das im 1989 verliehen wurde.
Martin Stellberger