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Parcours-Chef Werner Rauhe wird 65 PD 05/1994
EUTINGEN. Wenn ein im Lande so bekannter Parcourschef 65 Jahre alt wird und vor allem in der Vielseitigkeits- und Springszene anerkannter "Bauherr" ist, dann muss man ihn vorstellen. Werner Rauhe aus Eutingen gehören diesmal die folgenden Zeilen. Der gebürtige Braunschweiger blickt auf mehr als 50 Jahre Pferdesport zurück - das prägt, meinte er am Telefon, dann kann einer etwas erzählen.

Der mittlerweile in "Rente" lebende Werner Rauhe, der verheiratet ist und einen erwachsenen Sohn hat, macht keineswegs auf Ruhestand. Seine Zeit widmet er der Reiterei, sei es Ausbildung im Reitverein Neubulach, sei es selber reiten oder Parcoursbau bei den zahlreichen Turnieren. Seit 1940 ist er als Reiter und Fahrer aktiv. Von 1958 an arbeitet er als Parcourschef in Springprüfungen und in der Military. Sein Handwerk gelernt hat er bei Felix Birkner und Fritz Waidemann. Dreimal war er Baden-Württembergischer Meister im Springen. Sein bestes Pferd -30 Jahre im Familienbesitz- war "Western" aus Hannoveraner Zucht. Das zeigt "Horsemanship", wenn man seinem "Kameraden Pferd" so lange die Treue hält. Erfolge hat Rauhe auch außerhalb des Landes errungen. 1951 kam er bei der Military in Bad Wiessee auf den 3. Platz. Ein Jahr zuvor gewann er ein SB-Springen in Berlin. Das gleiche gelang ihm 1960 in Frankfurt, wo auch ein Sieg in der S-Dressur hinzukam. Seine Erfahrung widmet er heute besonders der Nachwachs-Förderung.

Selbst längst Vorbild, sagt Werner Rauhe dennoch von sich, er habe noch Vor-wilder. Dabei kommt es ihm nicht auf das Alter an. Er zollt seinen Respekt auch einem, der viel jünger ist als er. So sieht er in Fritz Pape, dem Landestrainer der Vielseitigkeitsreiter den Kollegen, der den Respekt des älteren verdient. Da gibt es aber auch noch Hans Georg Reiner, Hans Gauss oder den weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Springreiter Kurt Maier. Unter den älteren schaut Werner Rauhe mit großer Achtung auf Freiherr von Langen.

Fragt man den Jubilar, (O-Ton: "Man langsam, wir werden das schon machen!"), nach seiner Beziehung zum Pferdesport, so erhält man zur Antwort: "Das ist mein Leben!" Man könnte also über Werner Rauhe frei nach Karl Zuckmayer sagen: Ein Leben ohne Pferde ist ein Irrtum.