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Steffi Maier reitet künftig mit Gold PD 10/2004
STEFFI MAIER REITET KÜNFTIG MIT GOLD

LEUTENBACH.
Springen und Dressur sind ihre Stärke. Lascar und Leopoldo ihre Pferde. Die Rede ist von Steffi Maier aus Leutenbach, die beim Turnier in Affalterbach (28.-31. Oktober 2004) das Goldene Reiterabzeichen verliehen be-kommt. Die Reiterin ist seit 1988 auf Goldkurs. Damals errang sie mit Lascar in Nürtingen den zweiten Platz in einem S-Springen. Seit 1991 sammelte sie im Jahresabstand weitere zweite und dritte Plätze in schweren Springen; in Bad Rappenau gelang ihr ein Sieg in Klasse S. In der Dressur ist Steffi Maier mit Leopoldo im Dressursattel erfolgreich und gewann zum Beispiel in diesem Jahr in Heimsheim und Weilheim in Klasse M, in Ludwigsburg wurde sie im St. Georg Dritte.

Steffi Maier ist zwar gelernte Industriekauffrau, arbeitet aber in ihrem zweiten Beruf als selbständige Kosmetikerin. Ihre privaten Ziele? Da sie ledig ist, will sie noch eine weitere Ausbildung absolvieren und Heilpraktikerin werden. Da passt es gut ins Bild, wenn sie sich selbst als ehrgeizig und zielstrebig beschreibt. „Im Sport bin ich sogar teilweise egoistisch“, gesteht die 35-jährige Sportlerin ein. Ihre Stärke? „Ich kann mich zum richtigen Zeitpunkt genau konzentrieren.“

Mit dem Reiten begonnen hat die gebürtige Waiblingerin als Kind, damals gefördert durch die Eltern. Später erhielt sie im Springen von Ewald Güss aus Hüttental den „Feinschliff“, in der Dressur hörte sie am liebsten auf ihre Schwester Kirsten. Seit Jahren gehört Steffi Maier der Reitsportvereinigung Schmiedeäcker in Affalterbach an, bei deren Turnier Steffi Maier geehrt werden wird. Zehn Jahre lang war die Württembergische Vizemeisterin von 1993 Mitglied verschiedener Landeskader: als Juniorin, danach im Lager der sogenannten Senioren. Sie startete oft im Ausland und auch bei Deutschen Meisterschaften. Besonders stolz ist sie auf ihre acht Starts beim Turnier in der Schleyer-Halle.

Inzwischen hat Steffi Maier allerdings auf das Springreiten verzichtet. Gesundheitliche Probleme zwangen sie 1999 zur Aufgabe dieses Sports. Seither verschrieb sich die Reiterin jedoch der Dressur, was ihr offenbar viel Freude bereitet. Motivation erfährt sie durch ihre Erfolge. Sie startet regelmäßig in Klasse S. Ihr Ziel: „Langfristig möchte ich mich in der schweren Klasse der Dressur etablieren – mit meinem selbst ausgebildeten Pferd!“
Martin Stellberger