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Christian Behrend - Voltigierer aus Leidenschaft PD 11/1993
LEONBERG. Der Leonberger Christian Behrend, Jahrgang 1974, begann beim Leonberger Reiterverein als Zwölfjähriger mit dem Voltigieren. Zuvor allerdings hatte er sich erste Erfolge, später sogar bis auf Bezirksebene, als Kunstturner errungen. Erst 1991 hatte er diesen Sport zugunsten des Voltigierens ganz aufgegeben, nachdem er sich eine Knieverletzung zugezogen hatte. Im Leonberger Verein voltigierte er in verschiedenen Leistungsgruppen und machte schon früh als Einzelvoltigerer auf sich aufmerksam. Mit 16 Jahren wechselte Christian zum RV Wildberg, wo er mit der A-Gruppe bei der Deutschen Meisterschaft 1991 in Schenefeld teilnahm. Wegen einer Knieverletzung fiel die Saison 92 aus. Im Januar 1993 arbeitete er an seiner Rückkehr in die Spitze der Voltigierer.

Sein Fleiß und das wieder stabile Knie brachten ihm bei der Sichtung im Lande die Nominierung zur Bundessichtung nach Zweibrücken ein. Mit seinem 4. Platz wurde er für die Vorbereitungen auf die Europameisterschaft nominiert. Bei der EM war er zwar "nur" Ersatzmann, gewann aber eindrucksvoll den Rahmenwettbewerb. Tägliches Training mit Ute Reiser waren in Wildberg die Grundlage für den Erfolg. Allerdings musste er auch seinen Preis dafür bezahlen, denn immerhin wohnt er 45 Kilometer vom Voltigier-Zentrum Neubulach entfernt. Da hilft nur die Unterstützung der ganzen Familie.

Bei der Deutschen Meisterschaft wurde der junge Mann von Jens Müller auf dem Pferd Flic-Flac vor-gestellt und belegte Rang fünf. Erfolgsbestätigung war dann die Berufung in den Bundes-C-Kader. Christian Behrend besucht natürlich noch die Schule in Leonberg, die ihm alle Möglichkeiten bietet, um seinen Sport zu fördern. Wenn Chris, wie ihn seine Freunde nennen, dann noch Zeit hat, spielt er Volley-Ball, geht auch gerne einmal zum Tanzen und hört Musik. Selbst einem Theaterbesuch ist er nicht abgeneigt. Vielfalt ist also auch eine Kraftquelle für gute Leistungen.