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Fahndung nach Perderipper - Hohe Belohnung PD 3/2004
Fahndung nach dem Pferderipper
120.000 EURO BELOHNUNG:

HANNOVER.
Pferderipper können überall zuschlagen, deshalb gilt es, die Fahndungsbemühungen der Polizei deutschlandweit zu unterstützen. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt beim LKA Niedersachsen, das dieser Tage eine Pressemitteilung herausgab, die den Stand der Dinge in Norddeutschland erläutert. Die umfangreiche Darstellung der Problematik lässt sich hier im PRESSEDIENST nicht übernehmen. Aber die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen können sich den Text im Internet genau ansehen: www.pferd-aktuell.de unter der Rubrik „Publikationen der FN“ oder direkt beim LKA Niedersachsen unter der Adresse:
www.polzei.niedersachsen.de und egpferd@lka.polizei.niedersachsen.de .
Inzwischen ist aus verschiedenen Quellen eine Summe von 120.000 Euro als Belohnung für die Ergreifung des Täters zusammen gekommen.

Seit 1993 wurden in Niedersachsen sowie angrenzenden Bundesländern von dem unbekannten Täter bei ca. 50 Taten über 100 Pferde getötet, entweder mit Stich- und Schnittwaffen oder Schusswaffen. Die Tatorte ziehen sich in Norddeutschland vom Emsland an der holländischen Grenze quer über Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern bis in den Raum Müritzsee/Neustrelitz. Ein Tatort liegt nördlich von Dresden.

Weiden und Ställe sind vor dem Täter nicht sicher, egal, ob die Gebäude bewohnt oder unbewohnt sind. Er tötet Pferde jeglicher Größe. Allerdings sei, so die Polizei, kein Muster aus der Auswahl nach Geschlecht, Rasse oder Alter zu erkennen. Der Täter tötet also „wahllos“. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter sehr mobil ist, Kenntnisse in der Metallbearbeitung, Zugriff auf Waffen und Zugang zu einer Werkstatt hat. Die Tatwaffen sind verschiedene Messer, selbst gefertigte Lanzen und der Täter dürfte im Besitz von mindestens vier Kurzwaffen und Gewehren sein. Das Profil des Täters sagt aus, dass der Mann Einzeltäter ist, zwischen 30 und 60 Jahren alt. Er fährt vermutlich ein Auto und verschafft sich vor seinen Taten sehr gute Ortskenntnisse und geht geübt mit Pferden um, die er entweder in der Box tötet oder auch in der Nacht aus dem Stall oder der Reithalle führt um sie mehrere hundert Meter vom Stall zu töten. Der Täter setzt gekonnt Bauchschnitte, wobei manchmal auch Geschlechtsorgane verletzt werden. Die Polizei glaubt, dass der Täter ein festes Arbeitsverhältnis hat, weil er fast immer nur am Wochenende und nachts zuschlägt. In der Pressemitteilung erfolgt eine ausführliche Beschreibung der Tatwaffen und weitere Merkmale, die die „technischen Fähigkeiten“ des Täters beleuchten. Genaues weiß die Polizei über die Munition, die der Täter verwendet, nachzulesen in der Presseerklärung.

Hinweise erbittet die Polizei an:

Landeskriminalamt Niedersachsen, Ermittlungsgruppe (EG) Pferd, Schützenstraße 25, 30161 Hannover, Tel: 0611-26262-0, Fax: 0511-26262-3050;
eg-pferd@lka.polizei.niedersachen.de www.polizei.niedersachsen.de

Anmerkung der Redaktion:
Aufmerksamkeit ist auch in Baden-Württemberg zwingend nötig. Immer wieder treten Fälle von Pferdeschändungen auf. Zuletzt wurde aus Ulm-Einsingen ein Fall gemeldet, bei dem in der Nacht zum 2. Weihnachtsfeiertag eine Stute im Genitalbereich schwer verletzt wurde. Der Pferdeschänder hatte sich durch die unverschlossene Nebentür Zugang zum Stall verschafft, in dem zwölf Pferde stehen. Um die Tiere ruhig zu stellen, verfütterte der Unbekannte das für die Morgenfütterung vorbereitete Futter.



Link: www.polzei.niedersachsen.de