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Höheres Strafmaß für Tierquäler PD 04/2001
DÜSSELDORF. Das Strafmaß von Tierquälerei und Diebstahl steht in keinem Verhältnis zueinander. Aus diesem Grund plant die Landesregierung NRW in einer Bundesratsinitiative den Tatbestand der Tierquälerei zu erweitern. Das Töten oder Quälen eines Wirbeltieres kann höchstens mit drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden (§ 17 Tierschutzgesetz). Mit höheren Strafen hingegen wird derjenige belegt, der ein Pferd stiehlt. Gemäß § 242 StGB ist für den Diebstahl ein Strafmaß bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe vorgesehen. Wird der Diebstahl als schwerer Diebstahl gemäß § 243 StGB qualifiziert, das heißt, wenn der Dieb in einen umschlossenen Raum einbricht, droht ihm sogar eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Es ist jedoch nicht vertretbar, dass das Töten eines Pferdes mit einer nied-rigeren Strafe geahndet wird als der Diebstahl. Aus diesem Grunde plant die Landesregierung, § 17 Tierschutzgesetz um eine Regelung zu erweitern, wonach Tierquälerei in einem besonders schweren Fall künftig mit fünf Jahren Freiheitsstrafe bestraft wird.
Quelle: Equestria Internetportal

Anmerkung der PRESSEDIENST-Redaktion: Die Forderung nach einer Erhöhung des Strafrahmens wurde auch während des 2. Symposiums 2Gewalt gegen Pferde" im Oktober 2000 in Höxter gestellt.* Allerdings sollte bei einer Beurteilung des Strafrahmens nicht nur die Quälerei und die Tötung eines Pferdes bedacht werden. Wie oft überleben attackierte Pferde und andere Tiere schwer verletzt, oft genug überhaupt nicht mehr einsetzbar im Sport oder für andere Nutzung wie Wanderreiten, Zucht? Da entstehen meist hohe materielle Schäden am Wert der Tiere und durch die sehr hohen Tierarztkosten. Vom ideellen Wertverlust ganz zu schweigen.
* Siehe auch PD-Ausgabe 12/2000