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3. Nationale Pferdetourismuskonferenz: Reittourismus im Aufwind PD 7/2017
3. Nationale Pferdetourismuskonferenz: Reittourismus im Aufwind

Burgbrohl.
Der Pferdetourismus ist ein facettenreicher Markt rund um das Pferd und bietet enorme Wachstumschancen, insbesondere für den ländlichen Raum. Das Thema „Urlaub zu Pferd“ stand im Mittelpunkt am 19./20. Juni 2017 auf der dritten Pferdetourismuskonferenz auf der Burg Brohl. Die Schirmherrschaft von Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, rückte die Veranstaltung der jungen Bundesarbeitsgemeinschaft Deutschland zu Pferd (BAG DzP) in den Blickwinkel der ganzen Tourismusbranche. Staatssekretärin Daniela Schmitt regte an, Strategien zu bündeln. „Seit April beschäftigt sich eine Enquetekommission Tourismus mit allen Akteuren.“ Tourismus sei ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Rheinland-Pfalz. Verbandsbürgermeister Johannes Bell appellierte daher an die BAG DzP: „Wir erwarten Impulse von Ihnen.“ Klaus Schäfer von der Eifel Tourismus (ET) GmbH kennt den Pferdetourismus von Anfang an: „Wir brauchen ihn für die touristische Entwicklung.“ BAG DzP-Vorsitzender Thomas Kubendorff: „Wir sehen uns als Sprachrohr des Pferdetourismus. Wir haben schon schöne Erfolge erzielt, gewannen sogar einen Sponsor.“

Erst seit einem Jahr gibt es die BAG „Deutschland zu Pferd“. Sie hat die touristische Idee auf großen Messen wie der Essener Equitana vorgestellt und betreibt eine deutschlandweit agierende Homepage über Reittourismus. Ziel ist es, den ländlichen Raum zu stärken, Lobbyarbeit zu betreiben, um mit dem Partner Pferd durch ganz Deutschland reiten und in darauf eingerichteten Betrieben übernachten zu können. Die Zielgruppe besteht aus acht Millionen Pferdefreunden, davon fast vier Millionen Reiter und Pferdebesitzer. Die Keimzelle dieses Trends liegt in Rheinland-Pfalz. Die Idee ist nämlich dort zigtausendfach erprobt worden. Vor genau 20 Jahren wurde der Verein „Eifel zu Pferd“ gegründet – aus einem Ponyhof heraus. Dessen Vorsitzender und Gründungsmitglied Rolf Roßbach vertritt „seinen“ Verein persönlich in der BAG DzP. Der gebürtige Kölner hatte von Anfang an Fürsprecher in der Bevölkerung, denn so Roßbach: „Wir wandern durch die Eifel im angemessenen Tempo zu Zeiten, an denen wir Niemanden stören.“ Dieser Urlaub sei einzigartig, da „von Reitern für Reiter“ gemacht. Nun wurde dieses Konzept, dem allein in der Eifel 40 Betriebe folgen, auf das bundesweite Schild gehoben. Noch gibt es auf der Karte der angeschlossenen Länder einige hellgrüne Flächen, die zu besetzen seien. Dafür haben sich die Mammuts der Bundesverbände des Reitsportes zu einer Einheit zusammengeschlossen: die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD), die Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland sowie einige Landesverbände. Rund 30 Teilnehmer diskutierten zwei Tage auf Burgbrohl über Qualifizierungen, Kompetenzerweiterung, Marketing und Reiserecht rund um eine innige Verbindung „Pferd, Reiter und Urlaub“. Vor allem aber gelang der rege Erfahrungsaustausch aus der Eifel bis zu Main, Donau, Bayern und zurück, so Roßbach.

Kontakt: Rolf Roßbach, Telefon 06559-93051, vorstand@eifelzupferd.de



Link: www.eifel.info