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Heinz Bürk mit dem Goldenen Reiterkreuz ausgezeichnet PD 6/2017
Heinz Bürk mit dem Goldenen Reiterkreuz ausgezeichnet

Bad Wildbad/Marbach.
Die Internationale Marbacher Vielseitigkeit bot am letzten Turniertag den passenden Rahmen für eine ganz besondere Ehrung: die Verleihung des Deutschen Reiterkreuzes in Gold für Heinz Bürk, das dieser aus den Händen von Bundestrainer Hans Melzer erhielt. Zugegeben, Baden-Württembergs Pony-Beauftragter ist manchmal etwas sperrig. Wer ihn kennt, weiß, dass er kein Ja-Sager ist, dass er die Dinge kritisch hinterfragt, dass er sie analysiert und dann auf die ihm eigene Art sein Ziel hartnäckig, manchmal beinahe schon verbissen verfolgt. Aber vermutlich ist es gerade diese Zielstrebigkeit, die über Jahre für die Erfolge der baden-württembergischen Ponyreiter mit verantwortlich war.

„Wenn Persönlichkeiten ausgezeichnet werden sollen, die sich über Jahrzehnte um eine Sache verdient gemacht haben, wird gerne von Urgestein gesprochen. Gelegentlich wird auch mal der Namenszusatz „Papst“ verwendet, um die überragende Bedeutung der Person für eine bestimmte Sache zu unterstreichen. Einer, der sowohl den Titel des Urgesteins als auch den des Papstes – und zwar des Ponypapstes - verdient hat, ist Heinz Bürk“, begann Bundestrainer Fritz Lutter seine Laudatio. Seit mehr als 60 Jahre engagiert sich der Architekt und ehemalige Leiter des Stadtbauamtes Bad Wildbad Heinz Bürk ehrenamtlich im Pferdesport. Die Anfänge liegen mehr als 60 Jahre zurück: 1956 organisierte Bürk das erste Voltigierturnier in Baden-Württemberg und war in die Leitung des Reit- und Springturniers in Donaueschingen eingebunden. In den 70er und 80er Jahren hat sich Bürk dann der Förderung des Ponysports verschrieben und betrat damit Neuland im deutschen Südwesten. 1985 wurde er Pony-Beauftragter des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg. Sein Engagement machte aber nicht an den Grenzen Baden-Württembergs halt, bis 2016 war er Mitglied der Bundesjugendleitung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Nun ist er 82 Jahre alt und immer noch in Sachen Pony engagiert. „Es scheint, dass die jahrzehntelange Beschäftigung mit dem Ponysport Heinz Bürk selbst jung erhalten hat“, sagte Lutter. „Mit 82 Jahren ist er noch immer topfit und sehr engagiert. Daran könnten sich auch wesentlich Jüngere ein Beispiel nehmen“.