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Hans-Peter Bauer war zehnmal erfolgreich PD 10/2002
HERRENBERG. Die Reitgemeinschaft Gültstein hat wieder einmal einen Grund zum Feiern. Einer der Ihren brachte seinen zehnten Sieg in Klasse S nach Hause. Für Hans-Peter Bauer, Dressurreiter aus Herrenberg, ist also das Maß voll: Er hat jetzt die Voraussetzungen geschaffen für das Goldene Reiterabzeichen der FN. 1995 gewann er in Bad Wildbad seine erste S-Dressur mit seinem Pferd Lagerfeld. Im gleichen Jahr gewann er nochmals mit Lagerfeld in Offenburg. Dann war zunächst einmal Pause bis 2001. In Oberderdingen holte der Dressurreiter dann mit Westman einen Sieg, musste dann aber wieder eine kleine Pause einlegen. In der Saison 2002 aber schlug Hans-Peter Bauer so richtig zu. In Ulm/Neu-Ulm errang er mit Westman zwei Siege, in Schwieberdingen und Waghäusel-Wiesental sattelte er Carl-Louis zweimal erfolgreich und holte erneut zweimal Platz eins. Mit Westman wieder errang er in Heuchlingen und Weilheim erneut die noch fehlenden zwei Erfolge, darunter auch im St. Georg. Alles zusammen eine stolze Bilanz.

Hans-Peter Bauer begann mit dem Reiten als achtjähriger Bub. Seine Eltern, Erika und Kurt Bauer, sorgten früh dafür, dass ihr Sohn ordentlichen Reitunterricht bekam. Da die Eltern als Landwirte tätig sind, bot sich das auch an, zumal der Vater reiterlich ein Vorbild sein konnte. Er war aktiver Reiter in Dressur und Springen bis Klasse M. Schließlich schickte er seinen Sohn zu Gerd Politz und Karl Leibfahrth "in die Lehre". Hans-Jörg Kaltenbock aus Regensburg wurde dann wohl zum wichtigsten Ausbilder, meint der 35-jährige Sportler.

Nach der Hauptschule trat Hans-Peter Bauer eine Handwerkerlehre an und wurde Feinblechner. Daneben bildete er sich zum Bereiter FN weiter fort und ist seit 1992 selbständiger Pferdewirt FN. Er bildet nun Reiter und Pferde aus und ist als Trainer tätig, unter anderem fünf Jahre lang für den Pferdesportkreis Böblingen. Er beschreibt sich selbst als manchmal fanatisch und sieht diese Eigenschaft durchaus kritisch. Andererseits kann er gut auf Pferde eingehen und hat Geduld mit ihnen, schrieb er dem PRESSEDIENST. Von sich sagt er, dass er ehrlich und hilfsbereit sei, fleißig und - dickköpfig. Letzteres passt ganz gut zusammen mit seinem Ziel, konstante Leistungen zu bringen. Zum Ausgleich geht Hans-Peter Bauer gerne gut essen und ins Kino. Beim Fotografieren kann er sich ebenfalls gut entspannen.

Gerne erinnert sich Hans-Peter Bauer an die Teilnahme am Bundeschampionat und er wünscht sich, dass er noch viele Erfolge in der schweren Klasse der Dressur erringen kann. Das würde ihn zufrieden machen, betont er. Doch zunächst einmal feiert er das Goldene Reiterabzeichen, das er beim Turnier in Böblingen (4.-6. Oktober 2002) entgegennehmen darf.
Martin Stellberger