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Silbernes Reiterkreuz für Gotthilf Riexinger
REUTLINGEN. Die Neckarquelle (Südwestpresse) berichtete in ihrer Ausgabe vom 16. September 1995 über Gotthilf Riexinger, Reutlingen, und seine reitsportliche Vergangenheit: "Dass Gotthilf Riexinger ein vielseitiger Mann ist, weiß auf dem CHI (Donaueschingen ist gemeint, Anm. d. Redaktion) inzwischen jeder. Dass er indes selbst schon im Schlosspark im Sattel saß, ist recht unbekannt. Zwar sind es schon einige Jährchen her (1968-1970), was der Leistung allerdings keinen Abbruch tut. `Sogar Mächtigkeitsspringen bin ich geritten`, erinnert sich Riexinger." Eines seiner Erfolgspferde war die Stute Sportgilde. Aufgegeben hat der Möbelkaufmann aus Reutlingen den Springsport aus beruflichen Gründen. Heute unterstützt er seine Frau, die zur Spitze der Dressurreiter in Baden-Württemberg gehört.

Riexinger, inzwischen 55 Jahre alt, gehörte 1985 zu den Mitbegründern des Turniers in der Stuttgarter Schleyer-Halle, seit 1988 wirkt er als Turnierchef in Donaueschingen und hat beiden Turnieren nicht nur seinen Stempel aufgedrückt sondern entwickelt sie ständig weiter mit neuen Ideen und großem Gespür für das Interesse der Zuschauer. Das wiederum kommt ihm zu Gute, wenn es darum geht, seine Turniere richtig "an den Mann" respektive an die Sponsoren zu bringen. Riexinger gehört zudem dem FN-Ausschuss für den Turniersport an und ist Mit-glied des Dressurausschusses des DOKR sowie des Dressurkomitees der FEI. 17 Jahre lang war er Vorsitzender der Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen in Baden-Württemberg. Damit begleitete er ein Amt, von dem aus er den Turniersport des Landes Baden-Württemberg entscheidend geprägt hat. Gotthilf Riexinger verfolgt seine Linie stets konsequent, oft hart kämpfend. Oft stößt er wegen seiner Ecken und Kanten an. Seine Kompetenz als Turnierrichter, als Turnierchef großer internationaler Turniere wie Stuttgart und Donaueschingen leidet nicht darunter. Riexinger kennt zu gut alle Ebenen der Verbandsarbeit und weiß genau, worauf es bei Turnieren ankommt. Er "lernte" das Management im Pferdesport von der Pike auf. Vor rund 30 Jahren begann er im Pferdesport als Jugendwart. Sein Wissen und auch sein Einfluss im Pferdesport sorgten dafür, dass sein Wort gehört wird.

Jetzt wird Gotthilf Riexinger für seine Arbeit im Pferdesport ein Ehrung, die ihm auch von jenen gegönnt wird, mit denen er hier und da im Clinch lag und liegt, wenn es um die Entwicklung und Zukunft im Pferdesport geht. Die Deutsche Rei-terliche Vereinigung teilte mit, dass sie ihm das Reiterkreuz in Silber ans Revers heften wird. Der Rahmen, in dem dies geschehen soll, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Gleichwohl gratuliert auch der PRESSEDIENST herzlich.
Martin Stellberger