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„Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport“ gegründet PD 4/2013
„Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport“ gegründet

Düsseldorf/Warendorf (fn-press).
Zur Gründungsversammlung der „Stiftung Deutscher Spit-zenpferdesport“ trafen sich rund 70 Persönlichkeiten des Pferdesports im Düsseldorfer Industrie-Club. Über 20 Mäzene stellten das Stiftungskapital zur Verfügung, nun muss über Zustiftungen und Spenden die wirtschaftliche Basis für eine erfolgreiche Arbeit der Stiftung gelegt werden.

Der Spitzensport hat sich nahezu weltweit auf höchst professionellem Niveau konsolidiert. Die Konkurrenzsituation in allen Disziplinen ist erheblich stärker geworden, die Pferdezucht vieler Nationen stellt exzellente Sportpferde zur Verfügung. Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau, erläutert: „Mit der Professionalisierung ist eine ernorme Kostensteigerung in allen Bereichen einher gegangen. Deshalb müssen wir neben dem Sponso-ring weitere finanzielle Ressourcen erschließen, um die Position des deutschen Pferdesports im internationalen Leistungsvergleich zu festigen beziehungsweise noch zu optimieren.“ Das Ergeb-nis der Bemühungen ist die „Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport“, die jetzt im Düsseldorfer Industrie-Club gegründet wurde. Renommierte Persönlichkeiten des Pferdesports haben das not-wendige Stiftungskapital eingebracht und die Grundlagen für künftige Förderprojekte geschaf-fen.

In den Stiftungsvorstand wählte die Gründungsversammlung den Düsseldorfer Industriellen Jür-gen Thumann als Vorsitzenden. Ihm stehen der Münsteraner Unternehmer Hendrik Snoek sowie Dressurreiterin Gina Capellmann-Lütkemeier zur Seite. Den Vorstand ergänzen die Präsidiums-mitglieder Karl-Heinz Groß (Finanzkurator), Madeleine Winter Schulze (Ressort Spitzensport) und Präsident Breido Graf zu Rantzau. Der Vorstand wird in enger Abstimmung mit dem Deut-schen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) über Förderprojekte und Mittelvergabe ent-scheiden.

Dem Vorstand steht beratend das Stiftungskuratorium zur Seite, dessen Hauptaufgabe darin liegt, den Stiftungsgedanken in die Öffentlichkeit zu tragen. Prominentestes Mitglied ist Dr. Ursula von der Leyen (CDU), Bundesministerin für Arbeit und Soziales und dem Pferd von Kindheit an eng verbunden. Sie engagiert sich aus tiefer Überzeugung für die Stiftung und be-gründet dies bei der Gründungsversammlung mit mehreren Gedanken: „Horsemanship ist ein kostbares Kulturgut, das auf Tradition und unendlich viel Wissen über das Pferd basiert. Wir spüren jedoch, dass immer weniger Menschen Kontakt zu Tieren haben. Deshalb sind diese Werte wichtiger denn je und müssen bewahrt werden.“ Die Ministerin machte deutlich, welch wichtige Funktion das Pferd in unserer Gesellschaft einnimmt. „Das Pferd hat einen hohen erzie-herischen Wert, es hilft jungen Menschen, Geduld, Einfühlungsvermögen und Disziplin zu ent-wickeln.“ Vom Schulpferd bis hin zum Grand Prix brauche das Pferd Botschafter, eine Rolle,




die die Mitglieder der Gründungsversammlung der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport einnehmen sollten. „Stifter sind die Pfadfinder unserer Gesellschaft. Sie fragen nicht nach dem Staat, sondern setzen sich mit ihrer Zeit und ihrem Geld für das jeweilige Ziel ein. Stifter denken nachhaltig und nicht projektbezogen“, sagte Dr. Ursula von der Leyen.

Die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport verfügt zwar über ein Gründungskapital, dieses muss aber laut Stiftungsrecht fest angelegt werden. Projekte können nur aus Erträgen des Stiftungs-vermögens und weiteren Spenden finanziert werden. Der FN-Präsident stellte der Gründungs-versammlung die Stiftungsaufgaben vor: Nachwuchsgewinnung und Nachwuchsförderung, Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen, die Aus- und Weiterbildung eines profes-sionellen Trainerstabs, die Beschickung der Mannschaften zu Championaten und Nationen-preiseinsätzen, Pferdeanbindung, die Schaffung von geeigneten Trainingsbedingungen und auch die Vermittlung von Werten zur Imageverbesserung des Pferdesports.

Graf Rantzau: „Alle Aufgaben beziehen sich demnach auf den Leistungssport. Spitzensportför-derung heißt aber nicht, sich nur auf die oberen drei Prozent zu konzentrieren. Es geht auch darum, einen stabilen Unterbau zu schaffen. Deshalb wird insbesondere die Förderung des talentierten Nachwuchses in der Stiftung eine große Rolle spielen.“ Susanne Hennig

Kontakt: Ab 2. April 2013: www.spitzenpferdesport.de