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Was ist ein „TD“ ? PD 8/2012
Was ist ein „TD“ ?

Warendorf (fn-press).
Mit der neuen Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) bekommen Vielsei-tigkeitsprüfungen ab 2013 eine neue zentrale Figur: den Technischen Delegierten. Hinter fast allen Änderungen im Vielseitigkeits-Teil der LPO steckt der Wunsch nach noch mehr Sicherheit und gleichzeitiger Anpassung an das internationale Reglement. Dazu zählt auch die Einführung eines Technischen Delegierten, kurz TD, dessen Funktion sich auf internationalen Turnieren seit Jahren bewährt hat.

Was aber genau macht ein Technischer Delegierter?
Der TD sorgt dafür, dass die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen regelgerechten und sicheren Ablauf einer Gelände- oder Vielseitigkeitsprüfung geschaffen wer-den. Philine Ganders-Meyer, Vielseitigkeits-Koordinatorin bei der FN, erläutert: „Der TD kon-trolliert beispielsweise im Vorfeld die Strecken und Plätze in allen drei Teilprüfungen. Vor allem aber überprüft er, ob die Abmessungen stimmen und der Geländeaufbau dem Schwie-rigkeitsgrad der Klasse angemessen ist. Die alleinige Zuständigkeit liegt so lange beim TD, bis er der Richtergruppe mitgeteilt hat, dass er mit den Prüfungsbedingungen einverstanden ist“, sagt Ganders-Meyer. „Das System hat sich international außerordentlich bewährt. Der ganz große Vorteil liegt in der klaren Aufteilung der Verantwortung.“

Ebenfalls zu den Verantwortungsbereichen eines TD gehört die Einweisung und der Einsatz der Helfer. Mit Prüfungsbeginn ist er Ansprechpartner für die Reiter. „Während der Prüfung kann er bereits Anfragen und unklare Ergebnisse überprüfen und diese den Richtern am Ende zur Ent-scheidung vorlegen“, erklärt Ganders-Meyer.

Ersatz für den Sicherheitsbeauftragten
Der TD ersetzt den bisherigen Sicherheitsbeauftragten. Außerdem nimmt er die Aufgaben eines LK-Beauftragten wahr. Bei kleineren Veranstaltungen oder solchen mit nur einer Gelände-prüfung kann der TD auch für die Aufsicht auf dem Vorbereitungsplatz Dressur/Springen eingesetzt werden oder als Richter/Parcourschef in Prüfungen, in denen er nicht als TD tätig ist. „Damit können Zusatzkosten vermieden werden“, sagt Ganders-Meyer. „Schließlich soll der TD die Vielseitigkeitsprüfungen künftig sicherer und vergleichbarer, aber für den Veranstalter möglichst nicht teurer machen.“

Jeder Sturz führt zum Ausschluss
Weitere Änderungen in der LPO betreffen vor allem eine Anpassung an das internationale Vielseitigkeits-Reglement. So führt künftig auch national jeder Sturz auf der Strecke, ob Pferd und/oder Reiter zum Ausschluss. Neu eingeführt wird außerdem eine Unterteilung in A* und A**-Prüfung, wobei die Abmessungen und technischen Anforderungen in A*-Prüfungen eher im unteren Bereich liegen, in A**-Prüfungen im oberen Bereich der Klasse A. Nicht zuletzt werden mit der neuen LPO Hallen-Geländeritte in einem eigenen Paragraphen behandelt.
Hb

Informationen zum Turniersport 2013:


Link: www.pferd-aktuell.de/lpo_faq.