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FBW – Werbung mit Hintergrund PD 11/2011
FBW – Werbung mit Hintergrund

Wo immer der Pferdefreund ein Turnier besucht – er stößt immer wieder auf die drei Buchstaben „FBW“. Reiter und Pferdebesitzer sind ja bekannt dafür, dass sie ihren Lieblingen bereits im Fohlenalter mehr oder weniger phantasievolle Namen geben. „FBW“ erscheint im Namen von Pferden allerdings nicht so früh. Vielmehr verbirgt sich dahinter eine Zielsetzung. Die Lösung des Rätsels „FBW“ - Verein zur Förderung des Leistungssports mit Baden-Württembergischen Pferden e.V.“ Eine Idee, ein Wille stand bei der Gründung des Vereins Pate: Die Pferde aus Baden-Württemberger Zucht müssen besser gefördert und herausgebracht werden. Denn, so ist der Verein überzeugt, die Pferde aus der Landeszucht sind sportlich genauso gut wie die Konkurrenten aus den übrigen Zuchtgebieten in Deutschland. Dieser Grundgedanke muss gestärkt werden: Die Pferdefreunde im „FBW“ fördern Talente mit Stipendien. Besonders viel versprechende Pferde werden also herausgestellt. Ihre Züchter und Besitzer sollen das Bundeschampionat als Ziel für ihre Ausbildungsarbeit ins Auge fassen. Hier in Warendorf werden alljährlich die besten der besten jungen Pferde präsentiert. Hier wird über so manche Karriere eines Pferdes entschieden, hier werden Türen geöffnet. Der Verein spricht mit den Pferdebesitzern auch über einen optimalen Beritt.

Die aktuellen Förderbedingungen laut Homepage des Vereins: Jeder Besitzer eines Württem-berger Pferdes, der für das Bundeschampionat des Deutschen Reit-, Dressur-, Spring-, Gelände-, oder Fahrpferdes qualifiziert ist, erhält eine Satteldecke des FBW. Unterschreibt der Besitzer den Fördervertrag, so erhält er je nach Qualifikationsmonat 780 bis 1300 Euro Förderung, von der allerdings 50 Prozent erst bei Teilnahme am Bundeschampionat ausgezahlt werden. Jeder Reiter eines Württembergers, der an einer Finalprüfung am Bundeschampionat teilnimmt, erhält 750 Euro als Erfolgsprämie. Jeder in einem Warendorfer Finale platzierte Reiter auf einem Württemberger erhält zusätzlich 750 Euro als Erfolgsprämie.

Bundeschampionat ist das Maß der Dinge
Unabhängig von den Talentsichtungen können Pferde ein Stipendium bekommen, das immerhin 200 Euro pro Monat beträgt. Vier Monate lang gilt ein solches Stipendium. Voraussetzung ist, dass die Pferde (und ihre Reiter) bei Turnieren in der Lage sind, Ergebnisse zu bekommen, die „eine Qualifikation für das Bundeschampionat erwarten lassen“. Dann gibt es weiterhin Geld für das junge Baden-Württemberger Pferd: Wird ein Pferd für Warendorf qualifiziert, bezahlt der FBW vom Qualifikationsmonat an bis September (da findet das Bundeschampionat statt) 260 Euro zur Förderung der Teilnahme am „Bundesschaufenster“ der jungen Pferde. Erreicht ein Reiter mit seinem „FBW“-Pferd den Einzug ins Finale beim Bundeschampionat, so erhält er 750 Euro Erfolgsprämie. Nochmals 750 Euro gibt es für den Reiter, wenn er mit seinem Pferd im Finale platziert ist (siehe oben).

Gegründet wurde der „FBW“ 1989 von dem Reutlinger Turnierfachmann Gotthilf Riexinger (Chef der Stuttgart German Masters) und weiteren Pferdeleuten. Sie hatten das Ziel, „die größten Talente eines Jahrganges der Pferdezucht Baden-Württembergs von den begabtesten Reitern oder Fahrern“ in den großen Leistungssport zu führen. Seither, so schreibt der Verein in einem Flyer, wurden über 300 Württemberger Pferde mit Hilfe des Vereins für das Bundeschampionat vorbereitet. Jedes Jahr kommen etwa 20 Pferde in den Genuss der Förderung.

Jörgensen und Jung wurden vom FBW gefördert
Eines der bekanntesten und erfolgreichsten Dressurpferde des Landes war FBW Kennedy, der von Lone Jörgensen aus Korntal-Münchingen entdeckt, ausgebildet und 2000 schließlich bei den Olympischen Spielen von Sydney zu Team-Bronze geritten wurde. In Athen errang das Pferd 2004 unter Robert Dover (USA) ebenfalls Bronze mit dem Team. FBW Kennedy starb im Alter von 22 Jahren bei seinen Besitzern in den USA. Kennedy kam aus der Zucht von Karl Gaissmaier aus Ehingen.

Ganz aktuell begeistert Michael Jung aus Horb, Weltmeister der Vielseitigkeitsreiter, die Pferdefreunde mit „Sam“. Dessen vollständiger Name so lautet: La Biosthetique Sam FBW. Auch hier hat die Förderung ihre Wirkung gezeigt. Das Pferd aus der Zucht von Günter Seitter aus Aidlingen erfüllt bis zum heutigen Tag alle Erwartungen. Michael Jung weiß die Arbeit des FBW zu schätzen: „Die FBW-Förderung ist gerade für junge Pferde die ideale Unterstützung zu den Bundeschampionaten und von dort aus hoffentlich in den großen Sport!“ Olympiasieger Martin Schaudt aus Onstmettingen formuliert die Zielsetzung des FBW so: „Das Kürzel FBW im Namen eines Pferdes ist für potentielle Kunden ein eindeutiger Hinweis, dass es sich bei diesem Pferd um ein überdurchschnittliches Nachwuchspferd handelt.“ Andere Reiter sind überzeugt: „In erster Linie ist das Kürzel FBW ein Anreiz, gute Württemberger zu kaufen.“

Pferdezuchtverband ist ein starker Partner
Die Zusammenarbeit mit dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg ist für den FBW nicht nur selbstverständlich, sondern eine der tragenden Säulen. Dieter Doll aus Bad Ditzenbach ist Vorsitzender des Verbandes. Er sagt zur Arbeit des Fördervereins: „Der FBW – ein unverzichtbares Element im baden-württembergischen Zucht- und Sportgeschehen. Weltmeister und Olympiapferde, gezogen im Lande, tragen das Kürzel FBW!“

Solche Wertschätzung ist Wasser auf die Mühlen der Vorstandschaft des FBW. Seit 1. März 2011 ist Wolfgang Koppensteiner aus Tübingen Vorsitzender des Vereins. Er übernahm das Amt von Gerd Wolfgang Sickinger aus Gerlingen, der seinerseits als Nachfolger von Gotthilf Riexinger das Amt zwölf Jahre lang inne hatte. Höhen und Tiefen hat der Verein vor allem deswegen durchgemacht, weil zwischendurch auch einfach das Geld fehlte, um die Ziele des Vereins voranzutreiben (Wir waren vorübergehend fast stehend k.o./Gert Sickinger). „Dennoch war der FBW ein Pionier, der Nachahmer fand“, sagte Gerd Sickinger. Die Situation, vor allem die finanzielle, habe sich inzwischen gefestigt. Das sei auch ein Verdienst des Pferdezucht-verbandes. Er, Sickinger, sei froh, „ein wohl bestelltes Feld übergeben“ zu können, sagte er bei der Amtsübergabe an Wolfgang Koppensteiner (Reiterjournal).

Fachleute unterstützen den FBW
Wolfgang Koppensteiner hat sich bei seiner Amtsübernahme der Unterstützung verschiedener Pferdeleute versichert. Sein Stellvertreter ist der Pferdezüchter Lothar Wanner aus Amtzell, in jüngster Zeit auch bekannt durch „sein“ Dressurpferd Whisper. Wanner übernahm das Amt als Nachfolger von Verleger Hugo Matthaes aus Stuttgart. Die Zusammenarbeit mit dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg zeigt sich darin, dass Zuchtleiter Gert Gussmann, Marbach, weiterhin als Geschäftsführer des FBW fungiert. Schatzmeister ist Heinz Faber aus Stuttgart, Beisitzer sind Karl Beisswenger aus Zell-Pliensbach und Dr. Colin Magg aus Stuttgart. Für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist Dr. Eberhard Platz aus Stuttgart, Fachjournalist und Mitarbeiter des Reiterjournals. Natürlich lässt sich die Vorstandschaft die Chance nicht entgehen, fachkundigen Rat einzuholen: Landestrainer Fritz Pape, Sindlingen, bringt sich als Vielseitigkeitsfachmann ein, Jürgen Kurz aus Leingarten als Kenner des Springsports. Dr. Dietrich Plewa aus Germersheim unterstützt mit seinem reichen Erfahrungsschatz als Dressurreiter, als ehemaliger Landestrainer, als Mitglied des DOKR-Dressurauschusses. Als Sprecherin des Fahrsports unterstützt Andrea Summer aus Steinheim die Ziele des FBW.

Pferde begleiten mein Leben
Vorsitzender Wolfgang Koppensteiner sagte in einem Interview nach seiner Wahl einen entscheidenden Satz als Bekenntnis zum FBW: „Da mich Pferde mein ganzes Leben lang begleitet haben, ist es mir ein Anliegen, mich auch heute noch für den Reitsport zu engagieren. Dass ich mich gerade für baden-württembergische Pferde einsetzen will, liegt unter anderem daran, dass ich bei großen Reitsportveranstaltungen häufig mit der Meinung konfrontiert werde, es gäbe nur in Norddeutschland gute Pferde. Es würde mich freuen, wenn ich etwas für den Leistungssport auf Baden-Württembergern beitragen könnte.“

In Stuttgart starten FBW-Pferde
Schaut man in die Starterlisten des iWest-Dressur Cups 2011, dessen Finale beim Stuttgart German Masters stattfindet bzw. wer aus dieser Qualifikation ins Finale vorgestoßen ist, so findet man Birkhof's Dave FBW. Nicole Casper aus Donzdorf stellt hier das Pferd vor, das mit Hilfe des FBW nach vorne kommen konnte.

Auch für das Finale zum Hallenchampionat ist ein FBW-Pferd zugelassen: Tim Hoster aus Altheim sattelt H.W.'s Sandokan FBW, um nach erfolgreicher Qualifikation seine Chance zu suchen. Gleiches gilt für das Finale in Stuttgart, wo es um den Nürnberger Burgpokal der Junioren im Springen geht. David Wagner aus Ehestetten sattelt FBW Chiara, um zu zeigen, was mit einer FBW-Förderung alles möglich wird.

Nachbrenner:
Aus Reilingen wurde kurz vor Redaktionsschluss ein weiterer Erfolg von „FBW-Pferden“ gemeldet: FBW Disco Boy von Disco-Tänzer-Akonit war mit Alexandra Mumm-Gerweck beim Turnier in Reilingen platziert: Das Paar sicherte sich den dritten Rang in einer Dressurprüfung Kl. S*. Equestricons Lord Champion stammt aus der Zucht der Züchtergemeinschaft Edgar und Mechthild Wörner aus Osterburken. Eben so überzeugte FBW Moses von Metteur-Ragazzo mit Dr. Susann Konrad in Legelshurst-Kaiserhof in der Dressurprüfung Klasse S*-Intermédiaire I, wo das Paar Platz fünf errang. In der Dressurprüfung Kl. S* Intermediaire Kür wurde Dr. Konrad Zweite. Züchter dieses Pferdes ist Norbert Humpf aus Lauchheim. Stb


Kontakt:
Wolfgang Koppensteiner, Tel: 0171-6702739
www.fbw-pferde.de


Link: www.fbw-pferde.de