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Petra Rampe bekommt das Goldene Reitabzeichen PD 8/2011
Petra Rampe bekommt das Goldene Reitabzeichen

Amtzell/Memmingen.
Petra Rampe vom Reitsportclub Amtzell hat es geschafft: Endlich bekommt sie das begehrte Goldene Reiterabzeichen verliehen. Ort der Ehrung wird das Turnier in Marbach (11.-14. August 2011) sein, wo die 38-jährige Dressurreiterin gemeldet hat. Das „Goldene“ ist ein einzigartiger Beweis für hervorragende Leistungen im Pferdesport, kann aber nur einmal im Leben einer Reiterin, eines Reiters verliehen werden. Die Voraussetzungen für diese Ehrung durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) sind hoch. Zehn Siege in Klasse S, darunter mindestens einer in S** sind vorzuweisen; es zählen aber auch Spitzenplatzierungen bei internationalen Turnieren oder Drei-Sterne-Wettbewerben. Petra Rampe hat die nötigen zehn Siege auf dem Konto und dazu natürlich noch unzählige Platzierungen.

2003 gelang ihr der erste Sieg in Bad Schussenried mit Pik Junior, einem Hengst von Pik Bube. Mit ihm kann die Reiterin auch Platzierungen bis Grand Prix Special vorweisen. Ein Jahr später folgten zwei S-Siege mit dem Trakehner-Wallach Escado von Waldzauber in Bad Schussenried und Fronhofen. Weil Bad Schussenried offenbar ein gutes Pflaster für die Reiterin ist, startete sie 2005 dort erneut mit Escado und gewann. Mit Pik Junior gelang ihr im gleichen Jahr ein Sieg in Holzkirchen-Thann in einer Dressur Intermediaire II. Dann war vorerst Sendepause beim Siegen. Erst 2010 hatte Petra Rampe wieder Anschluss gefunden: Arancio heißt das Pferd, das ihr 2010 in Aulendorf, Reutlingen und Isny-Rohrdorf zum Sieg verhalf. In Isny-Rohrdorf hatte sie eine Prüfung St. Georg gewonnen. 2011 brachte ihr Arancio, ein Württemberger von Amelio/Auftritt, in Hauerz und Weißenhorn die fehlenden Erfolge.

Wer ist Petra Rampe, die erfolgreiche Reiterin, und wie verlief ihr Reiterleben? Geboren ist sie in Westfalen, besuchte dort die Realschule in Greven und später die Berufsschule in Münster. Als Schülerin ritt sie schon fünf Jahre lang täglich Vollblüter, die zu Rennpferden ausgebildet wurden. Durch den „Pferdevirus“ war bald klar, dass sich Petra Rampe beruflich den Pferden zuwenden wollte. Von 1989 bis 1992 absolvierte sie eine Ausbildung zur Pferdewirtin Zucht- und Haltung am Westfälischen Pferdezentrum Münster-Handorf. Bis 1993 folgte an gleicher Stelle die Ausbildung zur Bereiterin. Und weil sie ihre Prüfung gut absolvierte, erhielt sie auch die begehrte Stensbeck-Plakette. Zwei Jahre lang ritt Petra Rampe dann im Dressurstall des DOKR in Warendorf und genoss den Unterricht von Siegfried Peilicke, dem damaligen Bundestrainer der Junioren und Rungen Reiter. 1994 wechselte die Reiterin den Arbeitsplatz und ritt bis 1996 im Dressurstall des Gestüts Ammerland am Starnberger See bei Ausbilder Roger Seegert. Hier schlossen sich dann einige Jahre als Bereiterin am Gestüt Prantlhof in Reutte/Tirol an. Im Jahr 2000 heuerte sie bei Anneliese Wälder im Dressur- und Ausbildungsstall Steinlishof in Isny an, wo sie bis 2009 blieb. Seither arbeitet sie als selbständige Bereiterin im Gestüt Haldenwang in Kempten.

Wer einen solch vielfältigen Berufsweg und soviel Erfahrung gesammelt hat, steckt sich Ziele. Das Goldene Reiterabzeichen ist eines dieser Ziele, das Petra Rampe nun erreicht hat. „Es war mein bisher wichtigstes Ziel!“, sagte die Reiterin dem PRESSEDIENST. „Jetzt möchte ich weiter Pferde gut ausbilden und vorstellen. Es ist ein wunderbares Gefühl, Pferde bis Grand Prix zu reiten und zu wissen: Das habe ich selbst geschafft!“
Martin Stellberger