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Franz Strahl-Schäfer wird 85 PD 12/2001
RAVENSBURG. Franz Strahl-Schäfer, von Beruf Landwirt und ein profilierter Pferdemann, feiert am 10. Dezember seinen 85 Geburtstag bei bester Gesundheit und regem Interesse am Geschehen rund ums Pferd. Er zog sich 1993 aus den Gremien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf zurück, wo er 12 Jahre lang Vorsitzender der FN-Abteilung war. Als Chef der Abteilung Zucht der FN war Strahl-Schäfer gleichzeitig Vize-Präsident der FN.

Durch sein Bemühen gelang es seinerzeit erstmals, die Zuchtverbände an einen Tisch zu holen und eine gemeinsame Zuchtverbandsordnung zu schaffen. Er knüpfte zudem gute Kontakte zu ausländischen Zuchtverbänden. Die Eingliederung der Zuchtverbände der neuen Bundesländern war die letzte große Aufgaben des Ravensburgers. Der Pferdemann, im Schwarzwaldstädtchen Dornhan geboren, richtete die Aufmerksamkeit auch auf die Probleme der Zukunft und vertrat die Ansicht: "Der eröffnete europäische Markt verlangt weitere Anstrengungen, und unsere Nachbarn sind uns in ihrem züchterischen Fortschritt auf den Fersen."

Franz Strahl-Schäfer, Vater zweier Söhne, blickt auf Jahrzehnte Erfahrung in hohen Ehrenämtern im Verband zurück. 1956 folgte er Josef Graf Rechberg zu Rothenlöwen im Amt des Vorsitzenden des damaligen Württemberger Zuchtverbandes. 1960 wurde er Vorsitzender des Württembergischen Warmblutzuchtverbandes stand seit 1966 dem Verband der Württembergischen Pferdezüchter vor und ab 1978 dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass sich der Gesamtverband Ende der siebziger Jahre gründete. Franz Strahl-Schäfer wurde 1993 zum FN-Ehrenmitglied ernannt und erhielt für seine Verdienste neben höchsten Auszeichnungen der Reiterei 1985 auch das Bundesverdienstkreuz. Dass Franz Strahl-Schäfer auch geritten ist, soll nicht vergessen werden. Die Anfänge des Turniersports erlebte er nach dem zweiten Weltkrieg mit und ritt bis 1955 Turniere. Einer seiner großen Erfolge war der Sieg in der Landesstandarte in Möglingen, der Mannschaftsmeisterschaft der Vielseitigkeitsreiter. Er blieb danach der aktiven Reiterei als Turnierrichter treu.
Martin Stellberger